Höhenflug in Ostsachsen: Fallschirm-Spezialist baut Werk für Millionen aus

Seifhennersdorf - Erfolg fällt nicht vom Himmel, er muss hart erarbeitet werden - das Team der Firma Spekon weiß das genau: Die Traditionsfirma aus Seifhennersdorf gehört zu den weltweit führenden Herstellern moderner Fallschirmsysteme. Sie ist auf Wachstumskurs.

Geschäftsführer Serdar Kaya (53) erhält und saniert historische Bausubstanz für die Erweiterung der Spekon-Produktion.  © Thomas Türpe

Am Freitag war Spatenstich für die Erweiterung des Betriebes. "Wir sanieren und erweitern im Bestand unsere Produktionsflächen. Zudem soll ein modernes Empfangsgebäude entstehen", sagte Spekon-Geschäftsführer Serdar Kaya (53).

Im Februar 2028 möchte er Einzug feiern. Insgesamt 8,3 Millionen Euro werden investiert. Der Freistaat übernimmt davon 2,8 Mio. Euro.

Spekon hat sich auf Militär-, Rettungs- und Sportfallschirmtechnik, Luftfahrttextilien (etwa Sicherungsnetze, Anschnallgurte), Leichtbauten wie Zeltsysteme und technische Textilien (zum Beispiel Prospekt-/Zeitungshalter in Flugzeugen, Bahnen, Bussen) spezialisiert.

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Der Betrieb hat Kunden in über 30 Ländern. Dazu zählen Streitkräfte, Luftfahrt- und Rüstungsfirmen, aber auch Privatkunden aus dem Fallschirm-, Segelflug- und Motorflugsport.

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Die Wurzeln der Firma reichen in das Jahr 1842 zurück.  © Thomas Türpe
Gütekontrolle in die Fallschirm-Produktion von Spekon. Aktuell wird dort ein großer Auftrag aus den Emiraten bearbeitet.  © Thomas Türpe

Wirtschaftsminister beeindruckt: "Tradition verbindet sich mit Innovation"

Serdar Kaya (l.) zeigt Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD) die Spekon-Fertigung. Dort näht Zdena Kepkova mit der Maschine Fallschirme.  © Thomas Türpe

"Die Nachfrage ist spürbar gestiegen. Es gibt einen Anstieg an Ausschreibungen", sagt Kaya. Im Vorjahr verdoppelte Spekon seinen Umsatz auf fünf Millionen Euro. Zehn neue Beschäftigte und zwei Azubis wurden eingestellt, berichtet Kaya.

Gegenwärtig hat der 1842 gegründete Betrieb 40 Mitarbeiter. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD) zeigte sich vor Ort beeindruckt, wie Spekon Hightech mit Handarbeit verknüpft:

"Für zahlreiche Arbeitsschritte bedarf es präziser Fingerfertigkeit - Tradition verbindet sich mit Innovation."

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