Immer mehr Rechtsextremisten in Sachsen besitzen Schusswaffen
Dresden - Die Zahl der Schusswaffen im Besitz von Rechtsextremisten, Reichsbürgern und Delegitimierern in Sachsen ist gestiegen. Die Linke ist beunruhigt.
Im vergangenen Jahr besaßen 147 einschlägig bekannte Personen im Freistaat waffenrechtliche Erlaubnisse für insgesamt 439 scharfe Schusswaffen. 2024 hatten die Behörden "nur" 233 scharfe Waffen gezählt. Das geht aus Kleinen Anfragen der Linken-Politikerin Juliane Nagel (47) hervor.
Grund für den starken Zuwachs sei der Umstand, dass erstmals zumindest teilweise auch Personen mitgerechnet wurden, die Mitglied der AfD sind bzw. die AfD, die in Sachsen als gesichert rechtsextremistisch gilt, unterstützt haben, sagte Nagel.
Demgegenüber stehen lediglich 16 Personen, denen waffenrechtliche Erlaubnisse entzogen und 21 Personen, gegen die Waffenverbote ausgesprochen wurden.
Deshalb könne von einer "Entwaffnung" nicht die Rede sein, so Nagel und forderte, das bewährte Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus mit dem Schwerpunkt "Bewaffnung" neu aufzulegen.
Ein Antrag ihrer Partei im Landtag soll der Forderung Nachdruck verleihen.
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