Jetzt auch Sachsens Stromnetz im Visier: Innenminister kündigt Entschärfung von "vier Objekten" an
Lohsa (Sachsen) - Auch Umspannwerke in Sachsen wurden nun Ziel eines (versuchten) Anschlags. Seit mehreren Stunden läuft an der Grenze zu Brandenburg ein größerer Polizeieinsatz.
Am Freitag rückten Einsatzkräfte in den Bereich Lohsa (Landkreis Bautzen) aus, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 am frühen Abend erklärte.
Der Einsatz steht dabei im Zusammenhang mit dem Bekennerschreiben, das nach der Sabotage auf das Stromnetz Turnow-Preilack in Südbrandenburg aufgetaucht war.
Weitere Details konnte die Polizei aus "ermittlungstaktischen Gründen" zunächst nicht nennen. Ein Sprecher sagte am Abend, dass voraussichtlich am Samstag konkrete Einzelheiten bekannt gegeben werden.
Sachsens Innenminister Armin Schuster (65, CDU) bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Abend allerdings die Entdeckung "unbekannter Sprengvorrichtungen" und erklärte: "Die Polizeikräfte haben in dem noch laufenden Einsatz an zwei Fundorten vier Objekte gesichert und gehen jetzt die Entschärfung an."
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Hinweise darauf hätten sich aus dem Bekennerschreiben ergeben, weshalb bereits am Donnerstag intensive Suchmaßnahmen eingeleitet worden seien. Die sächsischen Sicherheitsbehörden würden mit den anderen betroffenen Ländern in "enger Abstimmung" stehen, so Schuster.
Ursprungsartikel 17.36 Uhr, aktualisiert 20.28 Uhr.
Titelfoto: Bildmontage: xcitepress / Christian Essler, Robert Michael/dpa
