Meißen - Auf der bis zum heutigen Samstag andauernden Mailänder Design Woche überrascht die Porzellanmanufaktur Meissen in Italien gleich doppelt. Sie ist in der Schau "Menu" vertreten - mit einer Präsentation in einer Kirche und mit Geschirr im Kaputt-Look.
In der Anglikanischen Allerheiligen-Kirche in der Via Solferino feiert die limitierte Kollektion "Phoenix" von Interior-Designer Bodo Sperlein (59) Premiere.
Der in London lebende Designer ließ sich in der Kooperation mit Meissen von der japanischen Kintsugi-Technik inspirieren, die Bruchstellen von angeschlagenem Porzellan mit Gold veredelt.
Durch die feinen goldenen "Nähte" wird das Objekt zu neuer Schönheit erweckt.
Sperlein hat die Tellerränder ausgebrochen und die Bruchlinien mit Gold markiert. Der Name der Kollektion verweist auf den Vogel Phönix, der aus der Asche geboren wird.
Sperleins zweite Porzellankollektion "Edifice" ordnet traditionelle Formen zu neuen architektonischen Objekten. So werden beispielsweise Henkel zu Füßen, türmen sich Vasen und Schalen zu kleinen Bauwerken.