Krankheitsfälle seit 2005 fast verdreifacht: Projekt gegen Hautkrebs an Sachsens Schulen

Leipzig/Dresden - Während die Politik die kostenlose Hautkrebs-Vorsorge abschaffen will, startet die Sächsische Krebsgesellschaft (SKG) mit der Barmer-Krankenkasse ein Präventionsprojekt. An Sachsens Schulen soll Kindern und Jugendlichen vermittelt werden, dass ein Sonnenbrand nicht immer harmlos ist.

Mit der Kampagne „simply U“ sollen an sächsischen Schulen Kinder und Jugendliche über UV-Risiken und Schutzmaßnahmen informiert werden.  © DPA

Die Haut vergisst nicht, hört man oft von Dermatologen. "Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken", mahnt SKG-Geschäftsführer Ralf Porzig.

Angesichts zunehmender Fallzahlen starten Krebsgesellschaft und Barmer mit "simply U" eine Präventionskampagne an sächsischen Schulen. Sie solle Wissen, Spaß und aktiven Gesundheitsschutz verbinden, erklärt Sachsens Barmer-Chefin Claudia Beutmann. "Die Initiative kombiniert digitale Lernangebote, interaktive Unterrichtsmaterialien mit einer Quiz-Challenge, bei der Klassen gegeneinander antreten und Preise gewinnen können."

Die Notwendigkeit gezielter Aufklärung sei heute größer denn je.

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"Beim weißen Hautkrebs haben sich die Fallzahlen im Freistaat seit 2005 fast verdreifacht – von etwa 32.000 auf rund 98.000 Betroffene im Jahr 2023", so Beutmann.

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Ein Jugendlicher wird von einer Hautärztin auf verdächtige Leberflecke untersucht.  © DPA

Gerade junge Menschen müssen frühzeitig lernen, sich konsequent vor UV-Strahlung zu schützen

Engagiert sich für Hautkrebs-Prävention: Sachsens Barmer-Chefin Claudia Beutmann.  © PR

Auch beim deutlich aggressiveren schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, beobachte man einen starken Anstieg. Beutmann: "Hier hat sich die Zahl der Erkrankten mehr als verdoppelt, auf zuletzt 16.800 Betroffene im Freistaat."

Gerade junge Menschen müssen frühzeitig lernen, sich konsequent vor UV-Strahlung zu schützen, appelliert Porzig. Die neue Schul-Kampagne richte sich an 13- bis 16‑Jährige.

Einerseits werden die Schüler altersgerecht über UV-Risiken und Schutzmaßnahmen informiert. Andererseits sollen die Schulen ermutigt werden, Schattenplätze zu schaffen und Pausenzeiten UV-gerecht zu gestalten.

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