Von Jasmin Beisiegel
Leipzig - Die Messestadt bleibt Sachsens Pendlerhochburg: 105.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte kamen 2025 aus anderen Orten zur Arbeit in die Messestadt, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mitteilte.
Das waren etwa 300 mehr als ein Jahr zuvor. Für die Auswertung nutzte das Institut Daten der Bundesagentur für Arbeit.
Nach Dresden pendeln rund 96.000 Beschäftigte. In den beiden größten sächsischen Städten kommt gut jeder dritte Beschäftigte von außerhalb der Städte zum Arbeitsplatz. Noch höher ist der Anteil in Chemnitz mit 44 Prozent. Dort sind es 50.600 Pendler.
Im Vergleich der deutschen Großstädte kommt Leipzig auf Platz 16, Dresden auf Platz 18. Chemnitz liegt mit Platz 47 im unteren Mittelfeld. Die Liste führt München mit 461.400 Pendlern unangefochten an. Auf dem letzten Platz 80 landet Bottrop mit 18.600 Pendlern.
Die Zahl der Pendler ist der Auswertung zufolge bundesweit gestiegen. 20,6 Millionen Beschäftigte arbeiteten 2025 außerhalb ihres Wohnorts - rund 50.000 mehr als im Vorjahr. Damit lag ihr Anteil bei 60 Prozent aller Beschäftigten. Der durchschnittliche einfache Arbeitsweg betrug 17,3 Kilometer.
Nordsachsen und Kreis Leipzig mit längstem Arbeitsweg im Freistaat
In Sachsen legen die Anwohner im Umkreis von Leipzig die größten Distanzen zur Arbeit zurück. Im Landkreis Nordsachsen sind es 20,8 Kilometer, im Landkreis Leipzig 20,5 Kilometer. Am nächsten zum Arbeitsplatz wohnen hingegen die Dresdner, die im Schnitt 11,4 Kilometer zurücklegen.
Das Bundesinstitut analysiert allerdings nicht, wie oft die betreffenden Arbeitnehmer ins Büro oder die Fabrik fahren, und auch nicht, welche Verkehrsmittel sie dafür nutzen. Mit Blick auf Homeoffice-Möglichkeiten kann die Zahl der Menschen, die tatsächlich täglich zur Arbeit fährt, also niedriger liegen.