Mehr als nur Autoindustrie: Südwestsachsen will mit Tourismus attraktiv für Investoren werden
Oberwiesenthal/Dresden - Kuren, radeln, wandern, wedeln - Südwestsachsen soll stärker als bisher Gäste anziehen. Der Tourismus könnte auf diese Weise den Wandel der vom Automobilbau geprägten Region begleiten und bestenfalls neue Perspektiven eröffnen, ist Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (61, CDU) überzeugt.
"Mir ist klar, dass der Tourismus keine Industriearbeitsplätze ersetzen kann. Er ist aber wichtig, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das attraktiv für Investoren ist", erklärte die Ministerin am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden.
Im Rahmen der Entwicklung eines Masterplanes hat sie fünf aus insgesamt 120 eingereichten Ideen identifiziert, die den regionalen Fremdenverkehr zukünftig beflügeln könnten.
Drei Ideen davon setzen auf die bessere Vernetzung und stärkere Verzahnung von vorhandenen Attraktionen.
Dabei geht es um (grenzüberschreitende) Bike-Routen und Trails, traditionsreiche Kur- und Gesundheitseinrichtungen und -orte sowie ein neues Skisport- und Eventzentrum auf dem Fichtelberg.
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Klepsch sieht Potenzial
Viel Luft nach oben sieht Klepsch zudem bei der Nutzung und Vermarktung der Flächen rund um die Göltzschtalbrücke im Vogtland - die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Neue Wege würde die Ministerin zudem gern gehen bei der Kooperation von Wissenschaft und Tourismus. Konkret denkt sie dabei an ein Innovationszentrum an der Dualen Hochschule in Breitenbrunn.
Barbara Klepsch: "Wir wollen dafür sorgen, dass die Stärken der Region sichtbar werden und daraus neue Chancen entstehen. Welche Rolle der Tourismus als Wirtschaftskraft spielt, zeigt allein die beeindruckende Zahl von 190.000 Menschen, die in ganz Sachsen direkt und indirekt vom Tourismus leben."
Titelfoto: Montage: Ralph Kunz, Holm Helis
