Mit 60 Sachen durch sächsischen Eiskanal: TAG24-Reporter im irren Adrenalin-Rausch

Altenberg - Es gibt Freizeitaktivitäten, bei denen man entspannt die Seele baumeln lässt. Und es gibt Ice-Tubing in Altenberg. Dabei setzt man sich in Gummireifen und rast gut und gerne mit 60 Sachen durch einen Eiskanal. Ich finde: Klingt nach einer hervorragenden Idee! Zumindest, bis ich oben am Start stehe und sehe, wie steil es da eigentlich runtergeht ...

Der Helm sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern ist auch schön warm an den Ohren.  © Eric Münch

Bevor es losgeht, bekomme ich Helm und Ellenbogenschoner. Eiskanal-Mitarbeiterin Jasmin Mager (21) erklärt mir, was mich erwartet. "Wenn es richtig knackig kalt ist, wird man noch mal eine gute Portion schneller", sagt sie.

Heute ist es vergleichsweise warm, das Eis etwas angeraut. Mein Puls beruhigt sich kurz – bis der Nebensatz fällt: Sie haben die Bahn vorhin extra noch mal gewässert. Na super.

Jetzt wird es ernst. Rein in die Reifen, die Beine der Hinterfrau unter meine Arme klemmen und gut festhalten. Die eigenen Beine überkreuzen und in der Luft halten. Also sitze ich da wie ein zusammengefalteter Campingstuhl und merke schnell: Das wird nicht nur eine Spritztour, sondern auch ein kleines Bauchmuskeltraining.

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Jasmin beruhigt mich noch: "Bisher ist hier noch nie was passiert." Kann aber auch schlicht daran liegen, dass mein Talent für Slapstick bis heute noch nicht hier am Start war.

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Über den rechten Arm muss ein Ellenbogenschoner gezogen werden.  © Eric Münch

TAG24-Reporter schrammt Bande

Während TAG24-Reporter Benjamin Schön noch etwas angespannt wirkt, kann man gut erkennen, dass Jasmin das Ganze schon einige Male gemacht hat.  © Eric Münch

Dann werden wir angeschoben. Und zwar nicht so, als würde uns jemand freundlich auf die Reise schicken, sondern mit ordentlich Schwung. Erst geht es geradeaus, dann in die erste Linkskurve. Noch denke ich: Läuft!

Doch wir nehmen immer mehr Fahrt auf. In der Rechtskurve schießen wir die Eiswand hoch. Für einen Moment fühlt es sich an, als würden wir gleich umkippen. Mein Kopf weiß, dass die Physik dagegen spricht. Mein Körper konnte Physik noch nie leiden und schmeißt sämtliche Alarmanlagen an.

Und dann wären da noch meine Beine! Die ragen gefühlt schon bis in die nächste Kurve. Einmal schramme ich kurz die Bande – nichts passiert, außer dass mir die Bahn eine Kelle Eiswasser direkt in die Visage zimmert.

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Unten angekommen, bin ich fix und alle. Die Augen tränen, mein Körper stellt vermutlich gerade einen Beschwerdebrief aus. Aber das Grinsen ist nicht wegzukriegen. Fazit: Das hat unfassbar viel Spaß gemacht!

400-Meter-Fahrt für 15 Euro pro Person

Ziel erreicht - dann muss sich der Reporter zum Ausgang ziehen lassen.  © Eric Münch

Wer es selbst testen will, kann an bestimmten Tagen ohne Voranmeldung in Altenberg vorbeikommen.

Die 400-Meter-Fahrt kostet 15 Euro pro Person, Helm und Ellenbogenschoner gibt’s dazu. Voraussetzung: mindestens zehn Jahre alt oder 1,30 Meter Körpergröße, Kinder brauchen einen Erziehungsberechtigten.

An ausgewählten Terminen wartet sogar die 1000-Meter-Strecke. Alle weiteren Infos hier: wia-altenberg.de/ice-tubing.

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