Nach Rehkitz-Massaker in Sachsen: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Lichtenau/Chemnitz - Es war ein Fall, der überregional für Betroffenheit sorgte: In Lichtenau (Mittelsachsen) wurden bei Mäharbeiten elf Rehkitze getötet. Nachdem von mehreren Seiten Strafanzeigen gestellt wurden, geht nun auch die Justiz dem Fall nach.

Bei den Mäharbeiten wurden Ende Mai elf Rehkitze getötet. (Symbolfoto)  © IMAGO/Dennis Duddek

Im Ortsteil Auerswalde wurden Ende Mai auf einem Feld Mäharbeiten durchgeführt. Vorher soll der zuständige Agrarbetrieb noch informiert worden sein, dass auf dem Feld Rehe mit ihren Kitzen weiden - kontrolliert wurde die Fläche aber offensichtlich nicht.

Nach dem blutigen Vorfall hatten Anwohner wie Nico Haberkorn (52) und die Tierschutzorganisation PETA Anzeige erstattet. Haberkorn sagte damals, dass er während des Mähens noch versucht habe, den Fahrer davon abzuhalten - und sei ignoriert worden.

"Die Staatsanwaltschaft ermittelt in der Sache", bestätigte die Chemnitzer Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart (62) auf TAG24-Nachfrage. Ermittelt wird dabei gegen eine Person wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

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Ob es sich bei dem Beschuldigten um den Fahrer der Mähmaschine oder den Geschäftsführer des zuständigen Unternehmens handelt, ließ Burghart unbeantwortet.

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Laut Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart (62) beschäftigt das Rehkitz-Massaker nun die Justiz.  © Maik Börner
Die Kitze wurden durch Landmaschinen tödlich verletzt, als eine Wiese abgemäht wurde. (Symbolfoto)  © Ralph Kunz
Anwohner Nico Haberkorn (52) war nach dem Vorfall einer der Anzeigenerstatter.  © Jan Härtel

Dabei befinden sich die Ermittlungen zu dem Fall im Anfangsstadium. Ob es zu einer Anklage kommt, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

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