Elf tote Tiere! Reh-Massaker auf sächsischer Wiese

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Lichtenau - Große Aufregung bei den Bewohnern von Lichtenau (Mittelsachsen). Der Grund: Mehrere Rehkitze wurden bei Mäharbeiten getötet. Während der Landwirt Besserung gelobt, ermittelt die Polizei.

Beim Mähen von Wiesen kommt es immer wieder zu Unfällen mit Rehkitzen. (Symbolfoto)
Beim Mähen von Wiesen kommt es immer wieder zu Unfällen mit Rehkitzen. (Symbolfoto)  © IMAGO/Dennis Duddek

"Es sind schon Wochen vorher immer wieder Rehe auf den Wiesen gesichtet worden. Wir Anwohner freuen uns darüber sehr", erzählt Lichtenauer Nico Haberkorn (52) auf TAG24-Nachfrage.

Deshalb schlugen schon im Vorfeld Nachbarn Alarm, als bekannt wurde, dass die vier bis fünf Hektar große Wiese im Ortsteil Auerswalde am Pfingstmontag gemäht werden sollte.

Dann passierte es: Eine Vielzahl von Rehkitzen wurde von den Maschinen umgemäht. Anwohner fanden elf Kadaver.

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Haberkorn sagt, er habe auch während der Mäharbeiten noch mit den Fahrern diskutiert, um auf die Tiere aufmerksam zu machen - und soll knallhart ignoriert worden sein.

Ein Sprecher des zuständigen Betriebes versucht zu beschwichtigen: "Das war auf alle Fälle keine Absicht."

Nico Haberkorn (52, l.) und Tochter Elise (5) sind traurig über die getöteten Rehkitze.
Nico Haberkorn (52, l.) und Tochter Elise (5) sind traurig über die getöteten Rehkitze.  © Jan Härtel
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Experten sicher: Reh-Massaker hätte verhindert werden können

Die Kitze wurden durch Landmaschinen tödlich verletzt, als eine Wiese abgemäht wurde. (Symbolfoto)
Die Kitze wurden durch Landmaschinen tödlich verletzt, als eine Wiese abgemäht wurde. (Symbolfoto)  © Ralph Kunz

Solche Vorfälle würden immer wieder passieren. "Es ist sehr schwierig, mit Jägern und durch eigene Mitarbeiter die Flächen abzuprüfen."

Dem widerspricht die Chemnitzer Rehkitz-Rettung: "Wir hatten ihnen mehrfach angeboten, die Rehkitz-Rettung durchzuführen, aber es kam nichts", so ein Sprecher.

Haberkorn hat mittlerweile Anzeige erstattet. "Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz in Tateinheit mit Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen", so die Chemnitzer Ordnungshüter.

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Der verantwortliche Betrieb gelobt indes Besserung: In Zukunft wolle man für eine bessere Ortung Drohnen und Wärmebildkameras einsetzen.

Die Reaktion der Chemnitzer Tierrettung: "Im Nachhinein ist das schön und gut, aber sie hätten das vorher machen müssen."

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Dennis Duddek, Ralph Kunz

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