Nach Sprengstoff-Fund an Sachsens Stromnetz: Polizei sucht bis zum Morgengrauen nach Antworten

Lohsa (Sachsen) - An einem sächsischen Umspannwerk wurden am Freitag unbekannte Sprengvorrichtungen gefunden. Bis Samstagmorgen lagen der Polizei zunächst keine weiteren Erkenntnisse zu den Hintergründen vor. Die Ermittlungen und die Suche nach möglichen weiteren Sprengvorrichtungen dauern an.

Umspannwerke in Sachsen wurden offenbar Ziel eines (versuchten) Anschlags.  © Xcitepress / Christian Essler

Am Freitag rückten Einsatzkräfte in den Bereich Lohsa (Landkreis Bautzen) aus, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 am frühen Abend erklärte.

Der Einsatz steht dabei im Zusammenhang mit dem Bekennerschreiben, das nach der Sabotage auf das Stromnetz Turnow-Preilack in Südbrandenburg aufgetaucht war.

Weitere Details konnte die Polizei aus "ermittlungstaktischen Gründen" zunächst nicht nennen. Ein Sprecher sagte am Abend, dass voraussichtlich am Samstag konkrete Einzelheiten bekannt gegeben werden.

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Sachsens Innenminister Armin Schuster (65, CDU) bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Abend allerdings die Entdeckung "unbekannter Sprengvorrichtungen" und erklärte: "Die Polizeikräfte haben in dem noch laufenden Einsatz an zwei Fundorten vier Objekte gesichert und gehen jetzt die Entschärfung an."

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Bis tief in die Nacht untersuchten die Einsatzkräfte den Tatort, sicherten das Gelände und machten sich mit den Sprengvorrichtungen vertraut.  © Christian Essler/xcitePress
An zwei Umspannwerken wurden Sprengvorrichtungen gefunden.  © Xcitepress / Christian Essler
Die Polizei am Freitag beim Einsatz in Ostsachsen.  © Jürgen Lösel/dpa
Sachsens Innenminister Armin Schuster (65, CDU) hat die Entdeckung von Sprengvorrichtungen am Freitagabend bestätigt.  © Robert Michael/dpa
Die Ermittlungen rund um das Umspannwerk laufen - bislang gibt es jedoch seitens der Görlitzer Polizei keine neuen Erkenntnisse.  © Christian Essler/xcitePress

Hinweise darauf hätten sich aus dem Bekennerschreiben ergeben, weshalb bereits am Donnerstag intensive Suchmaßnahmen eingeleitet worden seien. Die sächsischen Sicherheitsbehörden würden mit den anderen betroffenen Ländern in "enger Abstimmung" stehen, so Schuster.

Ursprungsartikel 4. September, 17.36 Uhr, zuletzt aktualisiert, 5. September, 7.47 Uhr.

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