Zwischen Knast und Kinderzimmer: Wie ein neues Modellprojekt betroffenen Familien hilft
Dresden - Wenn Erwachsene Mist bauen, kann das empfindliche Konsequenzen haben - für ihre gesamte Familie: "Kinder von Inhaftierten" heißt ein neues Modellprojekt, das insbesondere den Jüngsten helfen soll. Justiz- und Sozialministerium sowie die Auridis Stiftung arbeiten dafür Hand in Hand.
In Sachsen sind jährlich rund 4500 Kinder vom Strafvollzug eines Elternteils betroffen. "Kinder von Inhaftierten bleiben oft unsichtbar. Es ist unsere Aufgabe, sie aus der Unsichtbarkeit zu holen und ihnen die Unterstützung zu geben, derer sie bedürfen", sagte Sozialministerin Petra Köpping (67, SPD) am Freitag bei der Vorstellung des Projektes in der JVA Dresden.
Justizministerin Constanze Geiert (50, CDU) betonte, wie wichtig es darum ist, dass der Justizvollzug die Perspektive der betroffenen Kinder mitdenkt und Rahmenbedingungen schafft.
Sie unterstrich in diesem Zusammenhang, welche bedeutenden Rollen Kinder und Familie bei der Resozialisierung von Straffälligen spielen.
Sachsen betritt mit dem Projekt viel Neuland. "Der Justizvollzug ist dabei insbesondere auf die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen", sagte Geiert.
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An dieser Stelle kommen Auridis und die Beratungsstelle Z.E.B.R.A. ins Boot. Sie vernetzt Behörden untereinander, berät Familien, Angehörige und Fachkräfte (etwa Erzieher, Lehrkräfte). Als Modellregionen für das Projekt wurden die Anstalten Dresden, Bautzen und Waldheim ausgewählt.
Titelfoto: Petra Hornig
