Nanu! Sachsen plötzlich attraktiver als Bayern
München/Dresden - Was wohl Söder (59) dazu sagt ... Sachsen hat Bayern laut einer unabhängigen Studie den Rang als attraktivstes Bundesland für Unternehmen abgelaufen.
Das Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW sieht Sachsen insbesondere bei den Faktoren "Arbeit und Humankapital", "Finanzierung" und "Infrastruktur" gut aufgestellt.
Bayern lag in der ersten Auflage der Studie im Jahr 2022 auf Platz eins, hat aber nach ZEW-Einschätzung in der Qualität seiner Infrastruktur und in mehreren Teilbereichen nachgelassen. Bei Hochschulen und Kinderbetreuung kommen die Bayern nur auf Platz 13.
Sachsens Pfunde: Bei Vergleichen in den Bereichen Bildung (PISA, INSM), Hochschul- und Forschungsinfrastruktur sowie Mikroelektronik schneidet es sehr gut bis ausgezeichnet ab.
Im Standort-Ranking sei die deutsche Teilung "nicht mehr erkennbar", so ZEW. Insgesamt fällt auf, dass die wohlhabenden westdeutschen Länder zwar weiterhin gut oder sehr gut positioniert sind, jedoch graduell an Punkten und Rangplätzen verlieren.
So rutschte auch Baden-Württemberg von Platz drei auf fünf, Hessen vom vierten auf den siebten Rang ins Mittelfeld.
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Sachsen glänzt: "Der neue Bundesländerindex liefert die erfreuliche Nachricht"
"Der neue Bundesländerindex liefert die erfreuliche Nachricht, dass gerade einige Länder im Osten die Weichen in Richtung Zukunft stellen", sagte Rainer Kirchdörfer (68), der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen.
Können Erfolgsmeldungen aus der Wirtschaft die ZEW-Ergebnisse belegen? Durchaus: Dirk Freitag-Stechl gelang es als Geschäftsführer der Radeberger Firma CUP, Münchner Wissenschaftler in die Bierstadt zu lotsen zur Gründung ihres Start-ups TRIMT.
Das junge Unternehmen forscht vielversprechend an einem wirksamen Stoff gegen das Pankreaskarzinom (bösartige Tumorerkrankung der Bauchspeicheldrüse).
TRIMT hat das Radiopharmazeutikum Ga-68-TRIVEHEXIN entwickelt, das Pankreaskarzinome aufspüren kann, indem es spezifisch selbst kleine Mengen dieses Biomarkers bindet. Es hilft Chirurgen und Onkologen bei der Optimierung ihrer Behandlung.
Titelfoto: Fotomontage/picture alliance / ZB/euroluftbild.de/IMAGO/Achille Abboud

