Neue Mitte für Ottendorf-Okrilla: Dresdens Vorort baut sich ein echtes Zentrum

Ottendorf-Okrilla (Landkreis Bautzen) - Wo früher Beton produziert wurde, soll künftig das Herz von Ottendorf-Okrilla schlagen. Wohnungen, Schulen, Geschäfte und viel Grün sollen das Gelände des ehemaligen Betonwerks in ein lebendiges Zentrum verwandeln. Doch während Bagger und Kräne noch auf ihren Auftritt warten, laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Gut zu sehen: An Natur und Bäumen soll es ebenfalls nicht mangeln.  © Schellenberg + Bäumler Architekten / Studio grüngrau

Der städtebauliche Wettbewerb ist seit Ende vergangenen Jahres abgeschlossen. Der Gemeinderat hatte den Siegerentwurf von Schellenberg + Bäumler Architekten im Dezember beschlossen.

Jetzt geht es um die nächsten Schritte: "Derzeit werden eine Vielzahl notwendiger Fachgutachten erstellt. Gleichzeitig sind wir weiterhin auf der Suche nach geeigneten Investoren, die die Entwicklung unterstützen und mitgestalten möchten", heißt es aus der Gemeindeverwaltung.

Erste gute Nachrichten gibt es schon beim Thema Finanzen. Das Projekt wurde in das Städtebauförderungs-Programm des Bundes aufgenommen. So sollen über einen Zeitraum von 15 Jahren insgesamt zehn Millionen Euro fließen.

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Was genau entstehen soll, zeigt der Siegerentwurf bereits: Geplant sind 400 bis 500 Wohnungen, ein neues Rathaus, eine Grund- und Oberschule sowie eine Sporthalle.

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Die Gemeinde hatte das 11,6 Hektar große Areal des ehemaligen Betonwerks für rund zwei Millionen Euro erworben.  © Norbert Neumann

Bürgermeister Rico Pfeiffer sieht in den Plänen eine große Chance

Ottendorf-Okrillas Bürgermeister Rico Pfeiffer (52, parteilos, l.) und Architekt Manuel Bäumler (55) können es schon jetzt kaum erwarten.  © Eric Münch

Auch Geschäfte und ein Aparthotel an der B97 sind vorgesehen. Die neue Mitte könnte damit auch für die wachsende Chipindustrie im Dresdner Norden wichtig werden. Denn mit neuen Arbeitsplätzen steigt der Bedarf an Wohnungen und Schulplätzen.

Architekt Manuel Bäumler (55) erklärte bei der Vorstellung des Siegerentwurfs: "Unser Ansatz war, die neue Mitte aus dem Ort heraus zu entwickeln. Vieles, was eine Mitte braucht, ist bereits da. Wir wollen es nur sichtbar machen."

Auch Bürgermeister Rico Pfeiffer (52, parteilos) sieht in den Plänen eine große Chance: "Bisher sind viele Versuche am finanziellen Rahmen gescheitert. Aber jetzt stehen wir vor einem Ergebnis, das als Erfolg bezeichnet werden kann."

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Bis die ersten Gebäude stehen, ist allerdings noch einiges zu tun.

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