Ostsachsens Handwerker stemmen sich gegen Krise
Dresden - Das Handwerk stemmt sich gegen die Krise. Die Wirtschaft stagniert. Die Stimmung bleibt verhalten. Diese drei Sätze fassen die Ergebnisse der Herbst-Konjunkturanalyse zusammen. "Es fehlt an Impulsen für einen nachhaltigen Aufschwung", klagt Jörg Dittrich (57), Präsident der Handwerkskammer Dresden (HWK).
"Steigende Energie- und Rohstoffpreise, unterbrochene Lieferketten, die Konsumzurückhaltung von Seiten der Verbraucher und auch die starke Zurückhaltung der Industrie belasten die Geschäfte im Handwerk", ergänzt HWK-Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski (56). Beide sind sich einig: Für Veränderungen muss die Politik aktiv werden.
Aktuell bewerten 40 Prozent der Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage als gut, 43 Prozent als befriedigend. Die Mehrheit der Firmen schaut skeptisch in die Zukunft.
Die Auftragslage ist weiterhin angespannt. Immerhin: Drei Viertel der Befragten konnten (und wollten) ihr Personal halten. Viele bilden aus, suchen Fachkräfte.
Sorgen bereitet den HWK-Repräsentanten, dass die Jugend kaum noch Bock hat auf unternehmerische Selbstständigkeit. Dachdeckermeister Dittrich nachdenklich: "Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten, in Zeiten der Schwäche und Krisen braucht es aber mutige Unternehmer."
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