Plötzlich Signale auf sächsischer Bahnstrecke gestört: Polizei äußert sich zum Grund
Görlitz - Totalausfall auf ostsächsischer Bahnstrecke! In der Nacht auf Sonntag musste der Zugverkehr zwischen Görlitz und Niesky eingestellt werden.
Es war kurz vor 2 Uhr, als plötzlich eine Störung an den Signalanlagen auftrat. Laut Infrastrukturbetreiber DB InfraGO waren die Elektronischen Stellwerke im Schöpstaler Ortsteil Charlottenhof sowie der Gemeinde Kodersdorf ausgefallen, was eine Streckensperrung zur Folge hatte.
"Auf circa acht Metern waren Kupferkabel an einer Abstellgruppe am Bahnhof Görlitz gestohlen worden", erklärte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf auf TAG24-Nachfrage zum Grund für die Störung.
Zunächst hätten alarmierte Einsatzkräfte den Bereich Charlottenhof abgesucht, bevor die Problemstelle von Technikern in Görlitz lokalisiert worden sei. "Es wurden Spuren gesichert. Bislang gibt es keine Hinweise auf den oder die Täter", so der Sprecher weiter.
Züge der ODEG-Linie RB64 fuhren nur zwischen Hoyerswerda und Niesky. Auf dem Abschnitt von und nach Görlitz rollte ein Busnotverkehr. Laut InfraGO sind die Reparaturarbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik seit kurz vor 16 Uhr beendet.
Die Bahnanlagen nahe der polnischen Grenze geraten immer wieder ins Visier von Kabeldieben. An der Neißebrücke bei Hirschfelde ließ die Deutsche Bahn die wertvolle Ware als Gegenmaßnahme unterirdisch verlegen.
Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
