Russen-Bombe in Sachsen gefunden: Bewohner aus drei Dörfern evakuiert

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Bautzen - Im Landkreis Bautzen wurde am Freitagnachmittag eine russische Fliegerbombe entdeckt. Insgesamt 170 Anwohner mussten evakuiert werden.

Diese Fliegerbombe wurde am Freitagnachmittag auf einem Feld gefunden.
Diese Fliegerbombe wurde am Freitagnachmittag auf einem Feld gefunden.  © Polizeidirektion Görlitz

Die 100-Kilo-Bombe mit zwei Zündern wurde im Zuge von Feldarbeiten gegen 16 Uhr im Dorf Soritz gefunden, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 am Samstagmittag erklärte.

Nachdem Bilder der Bombe an den Kampfmittelräumdienst übermittelt wurden, richteten die Einsatzkräfte um 19 Uhr einen Sperrkreis von 600 Metern ein. Von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen waren insgesamt 170 Anwohner in den Dörfern Soritz, Blösa und Scheckwitz.

Während der Großteil der Menschen Unterschlupf bei Angehörigen fand, überdauerten 16 Personen die Bombenentschärfung in einer Turnhalle in der Gemeinde Baschütz, die als Notunterkunft diente.

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Der geplante Beginn der Entschärfung verzögerte sich anschließend noch etwas, da eine Bäckerei im Sperrkreis ihre Backöfen nicht problemlos ausschalten konnte. Gegen Mitternacht konnten die Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst dann aber loslegen.

Wenige Minuten später, gegen 0.26 Uhr, konnte die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich unschädlich gemacht werden.

Kurze darauf konnten auch die betroffenen Anwohner zurück in ihre eigenen vier Wände. Bildaufnahmen zeigen, wie die Bombe direkt auf einem Acker liegt.

Titelfoto: Polizeidirektion Görlitz

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