Dresden - Sachsen wird die Pläne für eine neue Staustufe der Elbe auf tschechischer Seite wohl durchwinken. Das deutete Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (55, CDU) jetzt im Landtag an.
Die Staustufe könne Sachsen nur nützen, erklärte von Breitenbuch in der von den Grünen angestoßenen aktuellen Debatte und wies darauf hin, dass die nächste Staustufe erst in Geesthacht bei Hamburg zu finden sei.
Für eine abschließende Bewertung will der Minister aber die Umweltverträglichkeitsprüfung abwarten: "Wir werden das sachlich, fair und nachbarschaftlich wohlwollend prüfen."
Tschechien plant bei Děčín laut von Breitenbuch eine Staustufe mit Wasserkraftwerk, zwei Fischtreppen und einer Gesamtinvestition von 330 Millionen Euro, um den Fluss an 300 Tagen im Jahr schiffbar zu machen.
Die Grünen lehnen die Pläne rigoros ab. Aber nicht nur die.
"Es wirkt vor dem Hintergrund der extrem Niedrigwasser-Stände der Elbe irrwitzig, über einen Überleiter zur Spree nachzudenken. Damit versucht man einen Brand zu löschen, indem man einen neuen legt", erklärte der umweltpolitische Sprecher der Grünen, Wolfram Günther (53).