Dresden - Der Geruch von Benzin, der Lärm der Motoren, Tausende Fans im Rennfieber: Der Sachsenring schreibt seit fast 100 Jahren Motorsportgeschichte. Um diese Geschichte erlebbar zu machen, werden jetzt historische Programmhefte digitalisiert und somit für jeden kostenlos zugänglich!
Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und der ADAC Sachsen machen mehr als 130 historische Programmhefte aus der Geschichte der Rennstrecke digital verfügbar. Die Sammlung reicht bis ins Jahr 1927 zurück und zeigt, wie sich der Sachsenring über die Jahrzehnte verändert hat. Auch die jeweiligen Zeiten des Nationalsozialismus und der DDR werden darin sichtbar.
"Der Sachsenring ist ein Stück sächsische Identität und lebendige Alltagsgeschichte", sagt SLUB-Generaldirektorin Katrin Stump (54). Die Digitalisierung sei wichtig, um diese Geschichte für Menschen weltweit zu bewahren und erlebbar zu machen. Auch ADAC-Sachsen-Chef Klaus Klötzner (67) liegt das Projekt am Herzen.
"Es besteht die Gefahr, dass das ein oder andere verschwindet - bewusst oder unbewusst", sagt er. Deshalb wolle man die historischen Dokumente zum bevorstehenden 100. Jubiläum für alle zugänglich machen.
Die alten Programme werden dabei nicht einfach nur abfotografiert. Die SLUB bereitet sie digital auf, macht Texte durchsuchbar und stellt die Hefte als PDF zum Download bereit. Das Projekt läuft über das Landesdigitalisierungsprogramm des Freistaates Sachsen.
In den vergangenen zehn Jahren wurden damit bereits rund 18 Millionen Textseiten und Bilder zugänglich gemacht. Abrufbar sind die Hefte unter: sachsen.digital