Schluss mit Kabel-Klau? Diese Erfindung soll Langfinger künftig abschrecken
Radebeul - Verkehr, Energie, Kommunikation: Glasfasernetze sind das Rückgrat moderner Kommunikations- und Steuerungssysteme der kritischen Infrastruktur. Der Schutz und die Überwachung dieser Anlagen wird momentan heiß diskutiert. Das Ingenieurbüro Axial aus Radebeul erfand dafür Lösungen.
"Glasfaserverbindungen reagieren empfindlich auf äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit, mechanische Beschädigungen oder Knicke. Die von uns entwickelten faseroptischen Schalter erkennen in Echtzeit Abweichungen und lokalisieren Fehler", so Axial-Geschäftsführer Matthias Hoppe (46).
Die Erfindung der sensiblen, inzwischen patentierten Schalter (Stückpreis 460 Euro) gelang Axial gemeinsam mit der Firma Picom aus Ullersdorf (bei Radeberg). Die Ingenieure lösten damit ein ganz konkretes Problem der Firma 50Hertz im Zusammenhang mit der 380-kV-Kabeldiagonale Berlin - der zentralen Strom-Schlagader der Hauptstadt.
Hoppe sagt: "Mithilfe unserer Schalter wird Instandhaltung planbar und kostengünstiger." Im Ernstfall können Schäden damit quasi sofort und punktgenau lokalisiert werden.
Bei Netzen, die viele Kilometer lang sind, ist das ein ganz entscheidender Vorteil für die Betreiber der Anlagen - etwa im Kampf gegen Kabeldiebstahl.
Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!
Der CoverSensor (Markenname) made in Radebeul bewährt sich bereits weltweit - sogar unter extremen Bedingungen im Amazonas. Hoppe ist happy: "Unsere Schalter sollen jetzt auch beim Ausbau der Nord-Süd-Stromtrassen in Deutschland zum Einsatz kommen."
Titelfoto: Fotomontage (2): Eric Münch
