Sachsens Erntebilanz fällt nach Hitze bescheiden aus
Stolpen - Sachsens Erntebilanz fällt in diesem Jahr voraussichtlich bescheiden aus. Vielerorts erreichen die Feldfrüchte wohl nur Futterqualität.
Die wesentliche Ursache sei die Hitzeperiode Ende Juni, die den Großteil der sächsischen Getreidekulturen mitten in der Kornfüllungsphase traf, machten Bauernpräsident Torsten Krawczyk (51) und Landwirtschaftsstaatssekretär Ulrich Menke (63) zur Erntebilanz am Donnerstag in Heeselicht bei Stolpen klar.
Innerhalb der Kulturen gibt es allerdings deutliche Unterschiede: Winterweizen erreicht 71,2 Dezitonnen je Hektar und liegt damit 6 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Die Wintergerste erzielt dagegen mit 85,6 Dezitonnen je Hektar ein besonders gutes Ergebnis und liegt 13,8 Prozent über dem Sechsjahresdurchschnitt.
Beim Winterraps ist die Bilanz deutlich angespannter. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 30,1 Dezitonnen je Hektar und damit 11,6 Prozent unter dem Sechsjahresdurchschnitt.
"2026 ist ein Jahr, das unsere Landwirtschaft hart getroffen hat", sagte Menke. Das sei auch ein Ergebnis der Rahmenbedingungen.
Sachsen mache sich im Bundesrat deshalb für mehr Pflanzenschutzmittel und Düngehilfen sowie für eine Mehrgefahrenversicherung im Rahmen des EU-Programms GAK stark.
Titelfoto: Katharina Kausche/dpa