Rathen (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) - Im sächsischen Kurort Rathen ließen am Mittwoch gleich zwei Notrufe die Alarmsirenen der Bergwacht aufheulen: Eine 62-jährige Frau verletzte sich während einer Wanderung im Gesicht und musste medizinisch versorgt werden. Nur wenige Stunden später sorgte ein SOS-Signal für Aufsehen.
Wie ein Sprecher der Bergwacht Sachsen auf TAG24-Anfrage mitteilte, ereignete sich der erste Vorfall gegen 12 Uhr auf dem Bergweg in Höhe der Felsenburg Neurathen. Als die Einsatzkräfte der Bergwacht Bad Schandau am Ort des Geschehens eintrafen, stießen sie auf eine im Gesicht verletzte Wanderin.
"Die Frau wurde medizinisch versorgt und mit einer Gebirgstrage zum Rettungswagen gebracht", berichtete der Sprecher. Unterstützt wurde die Bergwacht vom DRK Bad Schandau. Die Frau wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Doch damit war es nicht getan: Am Abend wurde die Bergwacht Pirna in den Kurort Rathen beordert - dieses Mal zum Klettergipfel Mönch. Mitarbeiter einer Gaststätte nahe der Bastei hatten seltsame Lichtzeichen entdeckt und deuteten diese als SOS-Signale.
Gegen 20 Uhr trafen vier Einsatzkräfte am besagten Ort ein und durchsuchten weiträumig das betroffene Gebiet - doch von einer Person in Not fehlte jede Spur.
Rund zwei Stunden lang suchte die Bergwacht nach Hinweisen, bis sie schließlich den Einsatz beendete. Koordiniert wurden die Einsätze durch den DRK Kreisverband Sebnitz.