Pirna - Der Kampf gegen den Borkenkäfer - er zeitigt in Sachsen offenbar erste Erfolge. Obwohl die Hitzewochen zu einer schnellen Entwicklung des Schädlings geführt haben, zeigen sich die Wälder aktuell resistenter als in den Vorjahren.
Die Hitzewellen in diesem Sommer haben die Entwicklung des Borkenkäfers begünstigt, dennoch ist die Lage in den Wäldern nach Einschätzung von Sachsenforst unproblematisch.
"Es ist eine leichte und derzeit unkritische Populationszunahme beim Buchdrucker festgestellt worden", erklärte Sprecher Lars Richter.
Die Käfersaison habe dieses Jahr zwar etwas später begonnen als 2025, die Hitze dann jedoch dazu geführt, dass sich die Larven schneller entwickelten.
Dass dennoch keine Plage mit schweren Waldschäden wie in den Jahren ab 2018 droht, hat laut Sachsenforst mehrere Gründe.
Zum einen gab es bislang keine stärkeren Stürme mit größeren Mengen Schadholz, in denen sich Borkenkäfer gern einnisten. Zum anderen gibt es nach dem enormen Befall der Vorjahre weit weniger Fichten in unteren Berglagen.
Dadurch gebe es kein Potenzial für eine erneute Massenvermehrung mehr, so Richter. Zudem haben die Waldbesitzer inzwischen mehr Erfahrungen im Umgang mit dem Borkenkäfer gesammelt. Befallenes Holz wird heute viel schneller aus dem Wald geholt als in der Vergangenheit.
Sachsenforst hat den Schädling genau im Blick
Sachsenforst überwacht die Entwicklung des Schädlings engmaschig.
In gefährdeten Beständen werden die Bäume nach Angaben des Sprechers regelmäßig inspiziert. Dabei können Bohrlöcher, Bohrmehl und Harztröpfchen auch bei scheinbar gesunden Fichten auf einen Befall hinweisen. Mit Fallen an insgesamt 90 Standorten wird zudem erfasst, wie die Käfer ausschwärmen.
"Wird ein Befall festgestellt, werden die betroffenen Bäume möglichst umgehend beseitigt, noch bevor Jungkäfer ausfliegen können", erklärt Richter. So solle ein weiterer Befall im Umkreis verhindert werden.