Spürnasen des Görlitzer Zolls öffnen dubiosen Transporter und haben richtig gerochen

Kodersdorf - Findige Ermittler der Zollstelle in Görlitz hatten den richtigen Riecher, als sie einen verdächtigen Transporter, der auf der A4 von Polen kommend in Richtung Dresden unterwegs war, kontrollierten. Nach dem Öffnen der Hecktüren stieg den Beamten in den frühen Morgenstunden des 12. Mai plötzlich ein eindeutiger Geruch von Tabak in die Nase ...

Die Zollfahnder bemerkten bereits nach dem Öffnen des Transporters einen eindeutigen Tabakgeruch.
Die Zollfahnder bemerkten bereits nach dem Öffnen des Transporters einen eindeutigen Tabakgeruch.  © Zoll

Laut dem Hauptzollamt Dresden gab der Fahrer zunächst an, dass er zwar Ladung mit sich führe, jedoch weder Frachtpapiere noch Rechnungen vorweisen könne.

Komisch, denn der 52-Jährige konnte zudem keine Fahrzeugbescheinigung zeigen oder zumindest mitteilen, wessen Auto er da gerade fährt.

Im Laderaum stießen die Ordnungshüter dann auf etwas äußerst Mysteriöses: acht lose Kartons und vier Paletten, die mit schwarzer Folie umwickelt waren.

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Nach dem Öffnen der Boxen fanden die umsichtigen Zöllner lediglich bereits vorgestanzte Verpackungen für Zigaretten.

Hinter der schwarzen Verkleidung kamen jedoch insgesamt 216 Kartons gefüllt mit 860.000 Glimmstängeln zum Vorschein!

Jetzt ließen die Görlitzer Einsatzkräfte nicht mehr locker:

Hinter der schwarzen Plastikverkleidung befand sich die heiße Ware.
Hinter der schwarzen Plastikverkleidung befand sich die heiße Ware.  © Zoll
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Nach weiterer Überprüfung stellte sich heraus, dass das Kennzeichen des Transporters kopiert und der Führerschein des Wagenlenkers eine Fälschung war!

Der Fahrer musste direkt in Untersuchungshaft

Insgesamt 860.000 Zigaretten befanden sich in den Kartons.
Insgesamt 860.000 Zigaretten befanden sich in den Kartons.  © Zoll

Der 52-jährige polnische Fahrer war bereits mehrfach vorbestraft.

Nun besteht zusätzlich noch der Verdacht auf Steuerhinterziehung, denn mit der Kontrolle konnten die Fahnder einen Steuerschaden von insgesamt 160.000 Euro abwenden.

Der verdächtige Mann wurde noch in Kodersdorf festgenommen und sicherheitshalber in Untersuchungshaft gebracht.

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Was dem Schmuggler jetzt blüht, ist noch nicht bekannt, aber:

Die Staatsanwaltschaft Görlitz und das Zollfahndungsamt Dresden sind am Fall dran.

Titelfoto: Fotomontage: Zoll//dpa/Hendrik Schmidt

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