Dohna - Nach dem Katastrophenjahr 2024 blicken Sachsens Obstbauern in diesem Jahr mit vorsichtiger Zuversicht auf die Ernte.
Deshalb eröffnete Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (54, CDU) in Begleitung der 28. Blütenkönigin Alida I. (24) gestern feierlich die Apfelerntesaison auf Beck's Obstplantage in Dohna.
Die Wetterbedingungen waren in diesem Jahr optimal und ließen Obstblüten sprießen: "Wenig Hagel und Frost. Der Hitzestress Anfang Juli war nicht gut.
Der aktuelle Regen ist für die Fruchtentwicklung hingegen sehr gut", betont der Vorsitzende des sächsischen und sächsisch-anhaltischen Obstbauverbandes, Jörg Geithel (64).
Für Sachsen wird die diesjährige Ernte demnach auf 47.000 Tonnen geschätzt und liegt damit zwar deutlich über dem Frostjahr 2024, doch "das ist keine Rekordernte, sondern im Durchschnitt der vergangenen Jahre", so der Obstbauverbands-Vorsitzende weiter.
Lohnkosten lassen Sachsens Apfelpreise variieren
Auch Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (54, CDU) beglückwünscht Sachsens Obstbauern zum ertragreichen Erntejahr.
Doch mahnt er zugleich im Hinblick auf Extremwetterereignisse und die Robustheit der Früchte: "Es braucht neue Sorten. Äpfel sind für uns selbstverständlich, weil wir sie ganzjährig haben, doch es braucht Fortschritt, um sich den neuen Bedingungen anzupassen."
Doch obwohl das diesjährige Jahr reichlich Obst verspricht, gibt es je nach Jahresverlauf einen Ausfall von bis zu zwanzig Prozent: "Daraus wird dann Apfelsaft hergestellt. Schrumpelige Äpfel sind nicht gerne im Supermarkt gesehen, das ist dem Anspruch der Perfektion geschuldet", erklärt Becks Obstplantagen-Geschäftsführer Thomas Beck (52).
Preislich wird der Kilopreis zwischen 1,50 und 3,50 Euro liegen. Die weite Preisspanne ist insbesondere den steigenden Lohnkosten geschuldet, erklärt der Obstbauverbands-Vorsitzende: "Das alles entscheidende sind die Lohnkosten ..."