Dresden - In Sachsen leben derzeit Tausende abgelehnte Asylbewerber, die eigentlich zur Ausreise verpflichtet sind. Der überwiegende Anteil von ihnen ist allerdings geduldet.
Nach Angaben des Innenministeriums sind es genau 14.422 abgelehnte Asylbewerber. 11.462 von ihnen hätten eine Duldung, darunter 2758 wegen fehlender Reisedokumente, teilte das Innenministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage von AfD-Innenpolitiker Sebastian Wippel (43) im Landtag mit.
Ihm gehen die Abschiebungen zu langsam: "Lediglich 454 Ausreisepflichtige wurden im ersten Halbjahr 2026 abgeschoben. 540 Abschiebungsversuche scheiterten." Wippel fragt die Zahlen regelmäßig ab.
Das Innenministerium hatte bei seiner Jahresstatistik für 2025 auch auf eine steigende Zahl freiwilliger Ausreisen von abgelehnten Asylbewerbern hingewiesen.
Sie lag im Vorjahr bei 1588 und war damit so hoch wie noch nie. 2024 kamen 950 Menschen der Aufforderung zur Ausreise freiwillig nach.
Zudem wurden im vergangenen Jahr 917 Migranten abgeschoben (2024: 936). 64 Prozent der geplanten Abschiebungen blieben erfolglos, hieß es. Meist tauchten die Betroffenen vorher ab.