Tollwutrisiko in Sachsen: Behörden suchen verkaufte Hundewelpen aus Osteuropa

Roßwein - In Sachsen sind mindestens sieben ungeimpfte Welpen aus Osteuropa verkauft worden. Drei Vierbeiner konnten mittlerweile ausfindig gemacht werden, nach mindestens vier weiteren wird noch gesucht. Die Behörden sind alarmiert: Möglicherweise könnten die Hunde Tollwut haben!

Das Landratsamt Mittelsachsen sucht nach mehreren Hundewelpen, die in Roßwein (Landkreis Mittelsachsen) verkauft wurden. Sie könnten Tollwut haben. (Symbolbild)  © picture alliance/dpa

Wie das Landratsamt Mittelsachsen mitteilt, wurden die Vierbeiner unter anderem über die Plattform "Quoka" unter dem Anbieternamen "Natalie" in Roßwein verkauft.

"Die Tiere waren bei der Abgabe deutlich zu jung und sind vollständig ungeimpft. Eine Infektion mit dem Tollwutvirus kann deshalb nicht ausgeschlossen werden", heißt es dazu.

Mittlerweile konnten die Behörden drei der verkaufen Hunde ausfindig machen. "Für die betroffenen Welpen ist Quarantäne angeordnet", teilt das Landratsamt mit. Von mindestens vier weiteren Tieren fehlt bislang jede Spur.

"Es handelt sich um verschiedene Rassen, meist Mischlinge." Da die Tiere möglicherweise Tollwut haben könnten, ruft das Landratsamt die neuen Besitzer auf, sich umgehend beim Veterinäramt zu melden.

Konkret heißt es: "Wer in Roßwein seit dem 20. September 2026 einen Welpen gekauft hat, dessen Herkunft und Impfstatus unklar sind, wird dringend gebeten, sich unverzüglich beim Veterinäramt unter 03731/7996234 oder lueva@landkreis-mittelsachsen.de zu melden. Die Hunde müssten untersucht und unter Quarantäne gestellt werden."

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Lebensgefahr für neue Besitzer nach Welpenbiss

Tollwut kann von infizierten Tieren übertragen werden - vor allem durch Bisse, oder wenn Speichel auf verletzte Haut oder Schleimhäute gelangt. (Symbolbild)  © 123RF/reddogs

Auch für die neuen Besitzer kann es lebensgefährlich werden. Sollte ein infizierter Welpe zubeißen, muss sofort gehandelt werden.

"Wer von einem der betroffenen Welpen gebissen wurde oder einen solchen Speichelkontakt hatte, sollte sich unverzüglich ärztliche Hilfe suchen und auf das mögliche Tollwutrisiko hinweisen", heißt es vom Landratsamt.

Für die Einreise nach Deutschland brauchen Hundewelpen einen gültigen Tollwutimpfschutz. Der erste Piks ist allerdings frühestens im Alter von zwölf Wochen möglich.

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