Traktor-Fahrer (19) reißt Bahnschranke ab, weil er nicht warten will - jetzt wird der Übergang per Hand geschlossen!

Bad Lausick - Bei einem Traktorunfall wurde eine Bahnschranke in Lauterbach-Steinbach (Landkreis Leipzig) am Freitagnachmittag im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen. Der Bahnübergang muss nun händisch geregelt werden.

Der Regionalexpress überrollte die abgerissenen Schranken.  © Bundespolizei Leipzig

Der 19-jährige Fahrer hatte Glück im Unglück, als er am Freitag mit seinem Traktor noch schnell den Bahnübergang überqueren wollte, sich die Schranken aber bereits senkten.

Zwar gelang es ihm, die Schienen noch rechtzeitig zu verlassen, die von ihm mitgeschleiften Schranken landeten allerdings mitten auf den Gleisen. Der Zugführer des nahenden RE6 leitete zwar geistesgegenwärtig eine Schnellbremsung ein, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand, auch an der Bahn entstanden keine größeren Schäden.

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Anders sieht es beim Bahnübergang aus: Hier entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt 80.000 Euro!

Auf den 19-Jährigen kommen jetzt Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr zu.

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Die Schranken wurden bisher noch nicht repariert.  © Sören Müller
Die Arbeit muss nun anstatt von Technik von Menschen übernommen werden.  © Sören Müller

Skurrile Szenen am Bahnübergang: Langes Band ersetzt Schranken

Wenn ein Zug naht, muss der Übergang händisch geschlossen werden.  © Sören Müller

Besonders aber die Verkehrsteilnehmer in der Region dürften sich über die fahrlässige Aktion des jungen Mannes ärgern.

Bis zur vollständigen Reparatur der Schranken muss der Übergang nun nämlich händisch von zwei Bahn-Mitarbeitern mit einem Band geschlossen werden.

Wie TAG24 vor Ort erfuhr, wird dem Personal einige Minuten vor dem Eintreffen eines Zuges Bescheid gesagt, dann müssen sie den Gleisbereich sichern.

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Am heutigen Dienstag haben die Mitarbeiter noch eine lange Arbeitszeit vor sich: Bis 19 Uhr müssen sie weiter die Kreuzung bewachen, danach werden sie von der Nachtschicht abgelöst.

Bei einigen Verkehrsteilnehmern dürften die Nerven blank liegen.  © Sören Müller

Die Bundespolizei konnte noch keine Aussage darüber treffen, wann die Schranken wieder repariert sein werden. Bis dahin ist bei allen Beteiligten und Betroffenen Geduld gefragt.

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