Wegen rechtsextremer Einstellung: Sie darf in Dresden nicht unterrichten
Dresden - Von der Identitären Bewegung ans Lehrerpult? Dieses Jahr versuchte mit Alruna H. die Tochter des rechtsextremen Vordenkers Götz Kubitschek (56) ihren Vorbereitungsdienst für das Lehramt abzulegen. Doch dazu wurde sie nicht zugelassen, denn sie selbst fiel bereits durch Aktivismus in der rechtsextremen Szene auf.
Nach dem Studium kommt die Praxis: Wer in Sachsen auf regulärem Wege Lehrer werden will, muss nach seinem Abschluss noch mal anderthalb Jahre als Referendar an einer Schule arbeiten.
Dafür bewarb sich auch Alruna H. dieses Jahr. Eltern aus dem Gymnasium Dresden-Cotta versetzte die Personalie in Unruhe.
Doch für den Vorbereitungsdienst wurde die junge Frau nicht zugelassen: Laut TAG24-Informationen liegt dem Kultusministerium eine Stellungnahme des Landesamts für Verfassungsschutz vor. Darin ist von einer eindeutig rechtsextremen Einstellung die Rede.
Tatsächlich ist Alruna H. nicht nur mit einem Aktivisten der Identitären Bewegung verheiratet, sondern nahm auch an Veranstaltungen der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremen Gruppierung teil.
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Kein Platz für Extremisten an Sachsens Schulen
An den Protesten 2018 auf der Leipziger Buchmesse beteiligte sie sich, auch im "Freibund", der der neuen Rechten zugerechnet wird, soll sie sich engagiert haben.
Alruna H. hat gegen die Nichtzulassung rechtliche Schritte eingelegt, das Verfahren läuft noch. Auch deshalb will sich Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) zum konkreten Fall nicht äußern, betont aber im Allgemeinen: "Extremisten haben an sächsischen Schulen keinen Platz!"
Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann, Tim Mönch
