Und zurück auf Los: Unterrichtsmodell im Landtag zerpflückt

Dresden - Das war wohl nichts: Die Minderheitsregierung aus CDU und SPD will den klassenübergreifenden Unterricht an sächsischen Schulen weiter stärken und wollte dazu am Mittwoch einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen.

Wenn ältere Schüler den jüngeren den Unterrichtsstoff erklären, haben beide Seiten etwas davon. Dennoch wurde ein Antrag zur Stärkung des klassenübergreifenden Unterrichts im Landtag nicht beschlossen, sondern zurück in den Ausschuss überwiesen.  © picture alliance/dpa

Inhaltlich ging es um eine Bilanz des Status quo und um Möglichkeiten und Voraussetzungen für eine weitere Entwicklung des Unterrichtsmodells.

In der Aussprache zerpflückten AfD und BSW das knapp zweiseitige Papier. Lars Wurzler (49, BSW) nannte den Aufschlag "dilettantisch" und "unlogisch", Romy Penz (56, AfD) "ultra flach und äußerst billig".

Als hätte sie das schon geahnt, bat die einbringende Elaine Jentsch (32, CDU) dann auch nicht um Zustimmung zum Antrag, sondern um Überweisung in den Ausschuss für Schule und Bildung und damit zurück auf Los.

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Eine solche Überweisung kommt durchaus öfter vor, wird dann aber in der Regel nicht von den einbringenden Fraktionen beantragt.

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Elaine Jentsch (32, CDU) brachte den Antrag ein, war aber offensichtlich selbst nicht von der Qualität des Papiers überzeugt.  © Norbert Neumann

Trotz Kritik in der Sache, also der Stärkung des Unterrichtsmodells, waren sich die Redner weitgehend einig. Deshalb wird der Antrag nun erst einmal im Ausschuss weiter beraten.

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