Junger Landwirt (20) rettet Mann aus brennendem Auto: Er ist der Held von der B186

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Von Eric Mittmann und Erik-Holm Langhof

Zitzschen - Landwirt Robin Dambach ist am Freitagmorgen auf der B186 bei Zitzschen zum Held geworden: Als er Zeuge eines Unfalls zwischen einem Geländewagen und einem Schweinetransport wurde, zögerte der 20-Jährige nicht lang, befreite den Fahrer des Trucks und löschte den Wagen auch noch, der in Brand geraten war. Hier schildert er die dramatischen Momente.

Robin Dambach (20) wurde am Freitag auf der B186 zum Helden: Als vor ihm ein Geländewagen in einen Schweinetransport krachte, zögerte der junge Landwirt nicht und rettete erst den Unfallfahrer (59) aus seinem Truck, um das Fahrzeug dann noch zu löschen.
Robin Dambach (20) wurde am Freitag auf der B186 zum Helden: Als vor ihm ein Geländewagen in einen Schweinetransport krachte, zögerte der junge Landwirt nicht und rettete erst den Unfallfahrer (59) aus seinem Truck, um das Fahrzeug dann noch zu löschen.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

"Ich war mit meiner Maschine hinter dem Lkw unterwegs. Auf einmal hat es einen lauten Knall gegeben und das Auto ist mit voller Wucht in den Tieranhänger rein", berichtet Dambach von den Geschehnissen. "Ich habe den Traktor abgestellt, bin sofort zum Auto und habe nach dem Autofahrer geschaut."

Der Geländewagen und der Schweinetransport waren am Freitagmorgen am Abzweig nach Zitzschen auf der B186 miteinander kollidiert. Der Truck war dabei seitlich in den mit mehr als 140 Tieren beladenen Auflieger des Sattelzugs gekracht und mit der Motorhaube unter diesem stecken geblieben. Damit nicht genug, geriet das Auto kurz darauf auch noch in Brand.

Als der junge Landwirt den Fahrer (59) des Geländewagens erreichte, sei dieser nur schwer ansprechbar gewesen. "Über die Beifahrerseite habe ich den Mann herausgezogen und ihn auf den Gehweg gebracht."

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Schon während der Rettung habe der Truck zu brennen begonnen. Daraufhin eilte Dambach zu seinem Traktor zurück und zog das Fahrzeug mit seinem Gefährt von dem Tiertransporter weg. Gemeinsam mit anderen Personen versuchte er anschließend, die Flammen mit mehreren Feuerlöschern einzudämmen.

Der Geländewagen krachte seitlich in den Viehtransport.
Der Geländewagen krachte seitlich in den Viehtransport.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof
Der 59-jährige Fahrer wurde dabei schwer verletzt.
Der 59-jährige Fahrer wurde dabei schwer verletzt.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

Robin Dambach verhinderte wahrscheinlich Schlimmeres

Mit seinem Traktor zog Dambach den Truck von dem Auflieger weg, um ihn anschließend mit anderen Personen zu löschen.
Mit seinem Traktor zog Dambach den Truck von dem Auflieger weg, um ihn anschließend mit anderen Personen zu löschen.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

Für den 20-Jährigen sei die Heldentat selbstverständlich gewesen. "Ich musste helfen. Ich hoffe, der Autofahrer erholt sich bald", sagt er.

Polizei und Feuerwehr würdigten indes das schnelle Eingreifen des jungen Landwirts. "Der junge Mann hat ziemlich wahrscheinlich ein größeres Unglück verhindert", sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Leipzig Alexander Hecking. "Das gasbetriebene Auto hätte schnell explodieren können. Durch die Löschversuche mit den Feuerlöschern konnte er somit Schlimmeres verhindern, obwohl er sich damit auch selbst in große Gefahr gebracht hat."

Ein Polizeibeamter dankte dem Ersthelfer persönlich und informierte dessen Vorgesetzten über die große Hilfsbereitschaft.

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Die B186 musste in Folge des Unfalls vorübergehend voll gesperrt werden. Während der Fahrer des Geländewagens schwer verletzt wurde, erlitt der Sattelzug-Fahrer (46) einen Schock. Einige der Tiere wurden leicht verletzt.

Einige der Tiere wurden bei dem Zusammenstoß nach Informationen von vor Ort ebenfalls verletzt. Die mehr als 140 Schweine sollten ihre Fahrt im Laufe des Tages fortsetzen.
Einige der Tiere wurden bei dem Zusammenstoß nach Informationen von vor Ort ebenfalls verletzt. Die mehr als 140 Schweine sollten ihre Fahrt im Laufe des Tages fortsetzen.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

Die Schweine sollten zunächst umgeladen werden. Nachdem sich jedoch herausgestellt hatte, dass dies nicht möglich ist, wurde entschieden, den Auflieger so weit instand zu setzen, dass er die Fahrt fortsetzen kann.

Der Unfalldienst der Polizei nahm die Ermittlungen zum genauen Hergang auf.

Titelfoto: Montage: EHL Media/Erik-Holm Langhof

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