Vor allem Kraftwerk Lippendorf im Visier: Linke will besseren Schutz vor Drohnen
Lippendorf/Dresden - Kritische Infrastruktur in Sachsen stand im vergangenen Jahr insgesamt 21 Mal im Fokus von Drohnenangriffen. Die Linke hält das Fehlen eines landeseigenen Schutzkonzepts für eine große Sicherheitslücke, die sofort geschlossen werden muss.
"Bisher werden in Sachsen sicherheitsrelevante Taten gegen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur nicht systematisch erfasst", monierte Rico Gebhardt (63, Linke), der die Zahlen erfragt hatte. Von einem Schutzkonzept sei Sachsen "gefährlich weit entfernt", so Gebhardt weiter.
Nach Angaben des Innenministeriums hatten die unbekannten Täter vor allem das Kraftwerk Lippendorf südlich von Leipzig im Visier.
Ganze 13 Mal überflogen Drohnen das Firmengelände, in einem Fall sogar mit drei Drohnen gleichzeitig. Viermal waren militärische Einrichtungen betroffen, viermal der Verkehrssektor.
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"Über die gezielte Erfassung hinaus muss es darum gehen, unverzichtbare Infrastruktur baulich bestmöglich gegen einen Anschlag wie zuletzt in Berlin abzusichern", betonte Gebhardt.
Titelfoto: DPA