Wohnungsverbände warnen: Stehen in Sachsens Zukunft Zehntausende Wohnungen leer?
Dresden/Leipzig - Bis 2045 könnten in Mitteldeutschland knapp 100.000 Wohnungen leer stehen, in Sachsen mehr als 50.000. Die Wohnungsverbände schlagen Alarm.
Nach dem Demografieportal des Bundes wird Mitteldeutschland bis 2045 rund 20 Prozent weniger Einwohner zählen. Ausgenommen sind der Großraum Berlin und Boom-Städte wie Leipzig und Dresden.
Damit stehe die Region vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen, so der Tenor auf dem Kongress der mitteldeutschen Wohnungsverbände kürzlich in Leipzig.
Wegen der damit verbundenen Herausforderungen und mangelhafter Rahmenbedingungen sei bezahlbares Wohnen, aber auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Gefahr.
"Wir brauchen verlässliche Förderprogramme und eine Differenzierung zwischen Wachstums- und Schrumpfungsregionen in Deutschland", heißt es in einem Appell an Bund und Länder.
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Besondere Chancen biete das "serielle Sanieren" der zahlreichen Plattenbauten. "Wenn wir diesen Hebel nutzen, wird aus einer Herausforderung ein echter industriepolitischer Durchbruch für bezahlbares Wohnen", so Alexander Müller, Direktor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Sachsen.
Titelfoto: Bildmontage: Tim Brakemeier/dpa, Ove Landgraf
