Dresden - Die parteilose Landtagsabgeordnete Doreen Voigt (42) hat die BSW-Fraktion verlassen. "Ich werde mein Mandat nicht niederlegen und künftig als fraktionslose Sozialpädagogin die sozialen Belange in den Mittelpunkt meiner parlamentarischen Tätigkeit stellen", erklärte die Leipzigerin am Montag.
Voigt berichtete, dass sie die Ex-Landesvorsitzende Sabine Zimmermann (65) als Fachpolitikerin in die Fraktion geholt hatte.
Zuletzt habe sie allerdings fehlenden Rückhalt beim Ausgestalten dieser Sonderrolle gespürt. Und festgestellt, dass sich die Ziele der Partei und ihre "fachliche Meinung erheblich auseinander entwickeln".
In ihrer Austrittserklärung schrieb sie: "Des Weiteren war meine Listenzusage vom Gedanken getragen, dass sich das BSW als Gegner und soziale Alternative zur AfD positionieren wollte, um eine Mehrheit der AfD zu verhindern. Dieses klare Bekenntnis nehme ich nicht mehr einheitlich wahr. Damit sehe ich mich gezwungen, diese klare Positionierung für mich vorzunehmen."
Der BSW-Fraktionsvorsitzende Ronny Kupke (49) nahm den Austritt zur Kenntnis.
In einer Erklärung dazu brachte er seinen Unmut zum Ausdruck: "Doreen Voigt hat ihr Mandat über die Landesliste erhalten. Wenn sich ihre Positionen von den Zielen der Partei erheblich entfernt haben, sollte sie den konsequenten Schritt gehen und ihr Mandat zur Verfügung stellen. Das wäre gegenüber den Wählern nur fair."