Pirna/Dippoldiswalde - Bitte nicht! Das Wiederauftauchen der alten Steinbrückmühle lockt Sensations-Touristen an die Talsperre Lehnmühle. Sie gefährden mit dem Betreten nicht nur sich selbst, sondern auch die Trinkwasserqualität halb Dresdens. Jetzt patrouilliert die Polizei.
Die Talsperre liegt in der Trinkwasserschutzzone 1, der höchsten und strengsten Schutzzone, teilte die Landestalsperrenverwaltung (LTV) mit.
Im Verbund mit der Talsperre Klingenberg versorgt sie rund 60 Prozent der Einwohner von Dresden mit Trinkwasser, dazu die Stadt Freital und Teile des Osterzgebirges.
Obwohl zusätzlich aufgestellte Warnschilder darauf hinweisen, dass das Betreten der Uferbereiche und des Stauraumes der Talsperre verboten ist, haben sich in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder Schaulustige dort herumgetrieben oder sind über die einsturzgefährdete Brücke spaziert, die der sinkende Staupegel freigelegt hat.
"Besonders am Wochenende sind viele Leute unterwegs", sagte LTV-Sprecherin Katrin Schöne gegenüber TAG24.
Polizei und Sicherheitsfirma greifen an Talsperre durch
Die Abenteurer gefährden nicht nur die Qualität des Rohwassers für die Trinkwasseraufbereitung. "Beim Betreten des leeren Stauraumes besteht Lebensgefahr, da sich unter den Sedimenten Hohlräume befinden können", so Schöne.
Zudem gelten am Stausee Parkverbote. Zur allgemeinen Sicherheit und zur Durchsetzung der Verbote hat die Talsperrenverwaltung die Ordnungsbehörden und die Polizei um Unterstützung gebeten.
Zusätzlich werden sie durch eine Sicherheitsfirma unterstützt. Wer erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen.
"Das unbefugte Betreten des gesperrten Bereichs stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann entsprechend geahndet werden", so die Stadt Dippoldiswalde auf ihrer Internetseite.
Nach dem allgemeinen Gesetz über Ordnungswidrigkeiten können allein für die Gebühren zwischen 25 und 7500 Euro fällig werden.