Narsdorf/Burgstädt - Eine Zugkollision hat am Montagnachmittag die Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz lahmgelegt. Aufgrund der langwierigen Bergungsarbeiten musste ein Busnotverkehr eingerichtet. Mittlerweile die Entwarnung: Die Zugstrecke ist wieder frei.
Auf der Strecke zwischen Narsdorf und Burgstädt ist gegen 14 Uhr ein Regionalexpress der Linie RE6 mit einem umgestürzten Baum kollidiert. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge lag der Baum in einem Kurvenbereich auf den Gleisen.
Der Triebfahrzeugführer bemerkte den Baum jedoch offenbar zu spät. Trotz einer eingeleiteten Schnellbremsung konnte er die Kollision nicht mehr verhindern. Dabei wurde der vordere Zugteil beschädigt, wodurch die Fahrt nicht fortgesetzt werden konnte.
Glück im Unglück: Nach bisherigen Kenntnissen wurde weder der Fahrzeugführer noch einer der rund 150 Fahrgäste verletzt.
"Derzeit entfallen alle Zugfahrten im genannten Abschnitt", teilte die DB InfraGO mit. "Ein Busnotverkehr ist mittlerweile eingerichtet", heißt es von Seiten der Mitteldeutschen Regionalbahn.
Gegen 19.37 Uhr meldete die DB InfraGO dann Entwarnung: Die Streckensperrung ist wieder aufgehoben.
Defekte Zugteil nach Crossen abgeschleppt
Nach der Schadensaufnahme durch den Notdienst des Eisenbahnverkehrsunternehmens mussten zunächst die Fahrgäste aus dem vorderen Zugteil in den hinteren unbeschädigten Zugbereich gebracht werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten die Unterbringung der Fahrgäste im unbeschädigten Teil. Zudem beseitigten sie Teile des umgestürzten Baumes aus dem Gleisbereich.
Anschließend wurde gegen 17.50 Uhr der defekte Zugteil mit 25 km/h nach Crossen abgeschleppt.
Da es sich in dem betroffenen Abschnitt um eine eingleisige Bahnstrecke handelt, ist der Zugverkehr zwischen Narsdorf und Burgstädt unterbrochen.
Erstmeldung: 31. August, 16.50 Uhr; letzte Aktualisierung: 19.50 Uhr