Mittelherwigsdorf - Hier geht nichts mehr: Seit der vergangenen Nacht ist der Bahnverkehr zwischen Zittau und Ebersbach im Landkreis Görlitz unterbrochen. Verantwortlich dafür sind Kriminelle, weshalb die Bundespolizei ausrücken musste.
Auf TAG24-Nachfrage erklärte ein Sprecher der Inspektion Ebersbach, dass Kupferkabel der Leit- und Sicherungstechnik im Bereich zwischen Mittelherwigsdorf und Niederoderwitz von bislang Unbekannten geschnitten worden sind. Es habe sich um elf Teilstücke mit einer Länge von jeweils 35 Metern gehandelt.
Laut Infrastrukturbetreiber DB InfraGO besteht seit 1.30 Uhr eine Rotausleuchtung aller Weichen und Gleise, sodass keine Züge fahren können.
Die Länderbahn als Betreiber des "trilex" muss die Linien RB61 (Dresden - Zittau) und RE2 (Dresden - Zittau) in Ebersbach starten und enden lassen. Es rollt ein Busnotverkehr. Die L7 (Seifhennersdorf - Liberec) ist mit Verspätung unterwegs.
Wie lange die Störung noch konkret andauert, ist bislang unklar.
Nach Bundespolizei-Angaben wurden die abgetrennten Kupferkabel für den Abtransport bereitgelegt, jedoch nicht gestohlen. Der entstandene Schaden sei noch unbekannt. Bereits am Samstagnachmittag hätten sich Vandalen an einem Kabelschacht zu schaffen gemacht und Kabelstücke mit einem Gesamtgewicht von 55 Kilo herausgeschnitten.