Zwickau - Erst sollten es zwei sein, dann drohte das komplette Aus. Jetzt nimmt Zwickaus Rathaus einen neuen "Superblitzer"-Anlauf und speckt seine Pläne ab: Ein Anhänger soll auch 2027 reichen.
Der zuständige Stadtratsausschuss hatte Anfang der Woche überraschend die Pläne der Stadt abgebügelt, künftig zwei Geräte anzuschaffen. Die Gegner zweifelten am Sicherheitsgewinn, witterten vor allem eine Einnahmequelle oder hielten zwei Mietgeräte für übertrieben.
Finanzbürgermeister Sebastian Lasch (49, SPD) kündigt daraufhin einen neuen Vorstoß für den nächsten Ausschuss am 3. November an.
Die ursprünglichen Pläne hatten es in sich: Rund 300.000 Euro waren für zwei Mietblitzer im Jahr 2027 vorgesehen. Das bereits testweise aktive Gerät erwischt der städtischen Bilanz zufolge durchschnittlich 57 Temposünder täglich.
Beide Anhänger zusammen sollten laut Lasch nach Abzug der Miet- und Personalkosten rund eine Million Euro zusätzlich ins Stadtsäckel spülen.
Die Stadt hatte die geplante Aufrüstung durch einen weiteren Superblitzer mit mehr Sicherheit vor Schulen, Kitas und an Unfallschwerpunkten begründet. Nun versucht das Rathaus, wenigstens einen Anhänger durch den Ausschuss zu bekommen.