Zwickaus Verkehrsplan 2040: Programm gegen Autofahrer? Das sagt die Baubürgermeisterin
Zwickau - Zwickaus Verkehrsplan 2040 soll kein Programm gegen Autofahrer sein - das hat Baubürgermeisterin Silvia Queck (38, parteilos) nach dem Ratsbeschluss vom Donnerstag klargestellt. Der mehr als 600 Seiten starke Plan soll vielmehr alle Verkehrsarten zusammenbringen.
"Der Kfz-Verkehr bleibt ein wesentlicher Bestandteil unseres Verkehrssystems", betont Queck. Zwickau werde auch künftig als Automobil- und Pendlerstadt betrachtet.
Busse, Bahnen, Radfahrer und Fußgänger sollen zwar bessere Bedingungen erhalten, aber nicht auf Kosten einer grundsätzlichen Erreichbarkeit mit dem Auto.
"Es geht nicht darum, Menschen zu einem bestimmten Verkehrsmittel zu erziehen", sagt die Baubürgermeisterin. "Es geht um Wahlmöglichkeiten und ein funktionierendes Gesamtsystem."
Unter anderem sieht die Verkehrsplanung vor, mit Fertigstellung einer Innenstadt-Tangente die Humboldtstraße von vier auf zwei Fahrstreifen zu schrumpfen und als Tempo-30-Zone einzurichten.
Der beschlossene Verkehrsplan gibt zunächst die Richtung bis 2040 vor. Welche Projekte tatsächlich gebaut werden, muss später einzeln entschieden werden.
Titelfoto: Kristin Schmidt
