Großer Andrang in Zwickau: Neuer REWE-Markt in historischem Gebäude eröffnet

Zwickau - Was für ein Ansturm auf die alte Markthalle an der Zwickauer Bahnhofstraße! Etwa 500 Menschen warteten am Dienstag vor dem Eingang, um zu den ersten Kunden des neuen REWE-Marktes zu gehören. Um 16 Uhr öffneten sich die Türen – und ein Stück Zwickauer Stadtgeschichte bekam neues Leben.

Großer Andrang in Zwickau: In der alten Markthalle eröffnete ein brandneuer REWE-Markt.  © Ralph Köhler/propicture

"Mit der Eröffnung freut sich nicht nur das Team, sondern ganz Zwickau", sagte Oberbürgermeisterin Constance Arndt (48, BfZ).

Auf diesen Moment habe die Stadt lange gewartet. Zuvor hatten bereits geladene Gäste beim Pre-Opening einen Blick hinter die historischen Mauern geworfen.

Rund zehn Millionen Euro steckte REWE nach eigenen Angaben in den Standort. Marktleiter Sebastian Schubert (48) und sein 55-köpfiges Team bieten ab sofort auf rund 1800 Quadratmetern mehr als 20.000 Artikel an. Der Vogtländer führt bereits einen Markt in Kirchberg.

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"Viele Menschen werden staunen, wenn sie den Markt zum ersten Mal betreten", sagt Schubert. "Es ist ein hochmoderner Supermarkt entstanden, der gleichzeitig ein echtes optisches Erlebnis bietet."

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Ein Blick in das historische Gebäude: Der neue REWE-Markt bietet mehr als 20.000 Artikel an.  © Ralph Köhler/propicture

Die alte Markthalle in Zwickau: Ein Gebäude mit ganz viel Geschichte

Auch moderne Selbstbedienungskassen wurden eingebaut.  © Ralph Köhler/propicture

Ein Hingucker mit Vergangenheit! Die Geschichte des Krankenstift-Areals begann 1845. Ab 1906 leitete der berühmte Chirurg Heinrich Braun (1862–1934) das damalige Königliche Krankenstift. Weil Platz fehlte und Lärm sowie Schmutz den Patienten zusetzten, trieb er den Krankenhausneubau in Zwickau-Marienthal voran.

Später nutzte der Schocken-Konzern das alte Areal als Zentrale. In der heutigen Markthalle wurde danach unter anderem gehandelt und Disco gefeiert. Ein ungewöhnliches Überbleibsel der Krankenhauszeit ist noch heute zu sehen: Über der Weinabteilung blieb ein ehemaliges OP-Deckenfenster erhalten.

Der Umbau hatte es in sich. Unterschiedliche Fußbodenhöhen mussten angeglichen, alte Gebäudeteile abgestützt werden. Die denkmalgeschützte Fassade und ausgewählte historische Elemente blieben erhalten.

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