Zwickau - Vorläufige Entwarnung im Landkreis Zwickau: Ein Atommüll-Endlager ist erstmal vom Tisch. Das gab die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Dienstag bekannt. Landrat Carsten Michaelis (53, CDU) begrüßt den Arbeitsstand.
Kirchberg sowie Callenberg/Limbach-Oberfrohna wurden als Regionen gekennzeichnet, in denen ein Endlager infrage kommen könnte. Bereits 2025 zeigten erste Untersuchungen allerdings, dass diese Regionen eher ungeeignet sind.
Nun scheint das Gebiet endgültig vom Tisch zu sein - so wie alle anderen sächsischen Regionen. Sie seien zwar gut geeignet, erfüllten aber nicht alle Voraussetzungen für "die beste Eignung", hieß es. Damit werden die Regionen nicht weiter untersucht.
Für Landrat Carsten Michaelis ein voller Erfolg. "Wir haben uns von Anfang an klar gegen einen Endlagerstandort im Landkreis Zwickau ausgesprochen. Dass nach dem aktuellen Arbeitsstand keine Gebiete in unserem Landkreis mehr für einen Standort infrage kommen, begrüßen wir ausdrücklich", betont der 53-Jährige.
Michaelis wolle die Interessen der Region weiterhin mit Nachdruck vertreten.
Endgültige Auswahl steht noch aus
Entspannt zurücklehnen kann sich der Landrat bei diesem Thema allerdings noch nicht. "Die BGE weist darauf hin, dass es sich bei den veröffentlichten Arbeitsständen weiterhin um Zwischenergebnisse im laufenden Verfahren handelt", erklärt der Landkreis Zwickau.
Die endgültige Auswahl der Standortregionen stehe noch aus. Und auch wenn der Landkreis Zwickau sehr wahrscheinlich nicht als Endlager infrage kommt, wolle man die weiteren Entwicklungen weiterhin aufmerksam verfolgen.
Insgesamt geht es um 27.000 Kubikmeter Atom-Müll - dieser lagert aktuell in Zwischenstationen. In vielen Jahrzehnten sollen die radioaktiven Stoffe endgültig verbuddelt und für eine Million Jahre sicher gelagert werden.