Dresden - Der Traum eines Trainers: Beim deutlichen 61:14-Sieg der Dresden Monarchs am Samstag im Viertelfinale gegen die Munich Cowboys konnte Greg Seamon (71) bereits während des Spiels die Vorbereitung aufs Halbfinale starten. Diesen Luxus verschaffte ihm sein Team, weil es mit dem Gegner kurzen Prozess machte.
"Ich habe schon angefangen auszuwechseln, als im zweiten Viertel noch acht Minuten auf der Uhr waren", erzählte der 71-Jährige nach dem zu keiner Zeit gefährdeten Erfolg seiner Mannschaft gegen ersatzgeschwächte Bayern.
Direkt das erste Play resultierte in einem Ballgewinn und schließlich Touchdown für die Dresdner, bereits zur ersten Pause führten die Königlichen 21:0. Zur Halbzeit stand es 55:7.
"In der zweiten Hälfte hat praktisch keiner unserer Starter gespielt. Es ging nicht darum, Gnade zu zeigen, sondern all diese Jungs verdienen eine Chance zu spielen", erklärte Seamon.
Viele junge Spieler kamen dadurch auf gute Play-off-Minuten. "Das ist gut für sie und auf lange Sicht auch sehr gut für uns, denn das gibt ihnen die Erfahrung. Das ist ein Win-win für alle", erklärte der Headcoach.
Rocky Lombardi will das Momentum mitnehmen
Dass es im Halbfinale kommende Woche gegen die Pforzheim Wilddogs höchstwahrscheinlich nicht ganz so einfach wird, wusste der US-Amerikaner natürlich auch.
"Ich habe ein sehr erwachsenes Team. Sie werden verstehen, dass es anders sein wird. Pforzheim hat ein sehr gutes Hildesheim geschlagen. Wir haben noch nicht gegen sie gespielt, sie aber auch nicht gegen uns. Also müssen wir sie ab morgen studieren", sagte Seamon. "Es wird sicher eine große Herausforderung, aber wir werden bereit sein."
Noch mehr Selbstbewusstsein dafür hat die Machtdemonstration definitiv gebracht, fand Quarterback Rocky Lombardi (28): "Es ist nie so einfach, wie es dann aussieht. Wir haben uns gut auf das Spiel vorbereitet und den Plan hervorragend ausgeführt", so der Ballverteiler.
"Es ist immer gut, wenn man das Momentum der Saison mitnehmen und ausbauen kann. Die starke Leistung auf einem hohen Level wird uns in den kommenden Wochen noch nutzen."