Jetzt wird es wild! Das braucht's für die Monarchs heute im Halbfinale
Dresden - Die schlechte Nachricht gab's unter der Woche, das reicht dann aber auch! Anthony Tittel kann bei den Dresden Monarchs diese Saison keine Bälle mehr fangen, eine schwere Knieverletzung setzt den Receiver außer Gefecht. Im Play-off-Halbfinale am heutigen Samstag (16 Uhr) gegen die Pforzheim Wilddogs müssen es andere richten.
Es ist der letzte Schritt vor dem Minimalziel GFL Bowl, der in diesem Jahr auch bitte schön gewonnen werden soll. Zunächst einmal muss aber ein Gegner aus dem Weg geräumt werden, der in Dresden mal gar nichts zu verlieren hat.
"Wir fühlen uns gut und wir haben Bock auf das Spiel. Wir werden es Dresden schwer machen, wie schon 2025", meint Pforzheimer Headcoach Michael Lang.
Vor einem Jahr schickten die Monarchs den damaligen Aufsteiger im Viertelfinale mit 41:22 nach Hause. Ganz so einfach könnte es - zumindest laut Greg Seamon - dieses Jahr gegen die nach Punkten fünftbeste Offense und drittbeste Defense der Liga nicht werden
"Ähnlich wie bei uns sind bei Pforzheim viele Spieler aus dem Vorjahr zurückgekommen – und die sind jetzt besser als noch letzte Saison. Ihre aggressive Verteidigung, ihre Kreativität und Quarterback Drequan Harris machen sie gefährlich", so der Headcoach der Monarchs.
Ausrutschen ist im Heinz-Steyer-Stadion keine Option
Harris ist ein athletischer Spielmacher, der beste Läufer der Wildhunde - bewegliche Quarterbacks liegen den Königlichen nicht immer. "Er ist der drittbeste Werfer und viertbeste Rusher in der GFL", stellt Seamon fest.
Und: "Wir müssen ihn in Schach halten. Außerdem müssen wir den Druck ihrer Defense-Reihe aushalten. Sie werden blitzen, die Box mit Spielern überladen. Also braucht unser Quarterback Schutz. Die Blocks müssen sitzen."
Das übliche Football-Ein-mal-Eins ist also mal wieder gefragt. Das beherrschen die Monarchs diese Saison außerordentlich gut. Die Wilddogs werden sich darauf eingestellt haben, wie auch auf einen weiteren Faktor:
"Der Rasen in Dresden ist recht rutschig, das hat uns letztes Jahr kalt erwischt. Diesmal kennen wir das, mal schauen wie gut wir uns auf diesen Untergrund einstellen können", so der Technische Leiter Thomas Zink.
Eine Wilddogs-Niederlage wäre sicherlich kein Ausrutscher. Andersherum aber schon. Seamon: "Wir haben großen Respekt, sind aber bereit für dieses Spiel. Mein Team hat in den vergangenen Wochen immer wieder bewiesen, dass es jede Herausforderung meistern kann und wird das auch am Samstag wieder tun."
Titelfoto: IMAGO/Foot Bowl

