Chemnitz - Viermal in Folge sind die Niners Chemnitz in der Basketball-Bundesliga auf direktem Weg in die Play-offs eingezogen. In dieser Saison droht das Saisonende nach der Hauptrunde.
Hauptgrund: die schwache Auswärtsbilanz der Sachsen. Das 79:87 (40:47) bei den MHP Riesen Ludwigsburg war für das Team von Trainer Rodrigo Pastore (53) die zehnte Niederlage in der Fremde. Nur Heidelberg und Braunschweig – Vorletzter und Letzter in der BBL-Tabelle – schneiden auswärts schlechter ab.
In Ludwigsburg verzichtete Pastore in den Auszeiten auf lautstarke, emotionale Ansagen an seine Jungs. Nach der unnötigen Niederlage in dem sehr zerfahrenen Spiel (beide Teams leisteten sich insgesamt 45 Turnover) lobte der Argentinier mit Terrell Harris (32) einen Spieler, der von 2019 bis 2022 in Chemnitz spielte und zur Aufstiegsmannschaft gehörte.
Einen Tag vor dem Duell mit den Niners heuerte der US-Amerikaner bei den MHP Riesen an. Harris wurde in der zweiten Halbzeit zum spielentscheidenden Mann auf dem Parkett.
Pastore: "Terrell hat einen großartigen Job gemacht. Er bringt Erfahrung, Leadership mit. Er weiß, wie man das Spiel führt, wie man gewinnt. Eine tolle Verpflichtung."
Samstagabend geht's in der Messe Chemnitz gegen den Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn
Die Ludwigsburger haben das glückliche Händchen (und das Geld) für Transfers, die auf Anhieb einschlagen. Das hatten die Chemnitzer in dieser Saison bei allen vier Nachverpflichtungen nicht.
Und so geraten die vorderen Plätze, die das Ziel der Niners waren, immer mehr außer Reichweite. Momentan ist Rang zehn das einzige realistische Ziel, die letzte Chance zum Erreichen der "Postseason".
Die Gegner im Saisonendspurt sind knackig. In den acht Spielen trifft das Pastore-Team auf die Top fünf der Liga. Am Samstag (20 Uhr) geht's in der Messe Chemnitz gegen den Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn.
Dann muss deutlich mehr kommen als in Ludwigsburg. Dort konnten nur Kevin Yebo (30) mit 29 Punkten (neuer Saison-Bestwert) und Kostja Mushidi (27, 14 Zähler) überzeugen.