Handy weg, Friseur raus: Jürgen Klopp zieht bei der DFB-Elf die Zügel an

Herzogenaurach - Aktuell bereitet sich Jürgen Klopp mit dem ersten Teil seines XXL-Kaders auf sein Debüt als Bundestrainer am Donnerstag (20.45 Uhr) gegen den Erzrivalen Niederlande vor. Dabei soll unter der Leitung des 59-Jährigen bereits ein anderer Wind durch die deutsche Nationalmannschaft wehen.

Jürgen Klopp (59) am Dienstag bei seinem ersten Training mit der deutschen Nationalmannschaft.  © Federico Gambarini/dpa

Wie "Bild" berichtet, hat der gebürtige Stuttgarter nämlich gleich neue Verhaltensregeln für seine DFB-Kicker aufgestellt.

Eine davon betrifft demnach das gemeinsame Abendessen. Während unter Vorgänger Julian Nagelsmann (39) noch alle Akteure irgendwann zwischen 19 Uhr und 20 Uhr eintrudeln und speisen durften, sollen sie jetzt pünktlich und gemeinschaftlich antanzen. So will "Kloppo" das Teamgefüge stärken und den Austausch untereinander anregen.

Gleiches gilt beim Anschwitzen an Spieltagen, dann soll das Handy beispielsweise im Fitnessraum in der Tasche bleiben. Generell herrsche im Trainingszentrum zwar kein Handyverbot, aber zumindest vor den Partien sollen sich die Spieler lieber unterhalten, anstatt auf den Bildschirm zu starren.

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Zudem müssen die Profis ihre Friseurbesuche laut Bericht künftig wie normale Menschen planen. Ein Besuch der Barbiere im Teamhotel oder Mannschaftsquartier sei unter dem neuen Bundestrainer strikt untersagt.

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Jürgen Klopp will Familienbesuche zu Turnieren einschränken

Haben auch mit neuen Regeln reichlich Spaß: Nathaniel Brown (23, v.l.n.r.), Hennes Behrens (21), Younes Ebnoutalib (23), Philipp Treu (25) und Anton Stach (27).  © Federico Gambarini/dpa

Auch zu Familienbesuchen, die während der WM im Sommer mal wieder heiß diskutiert wurden, hat Klopp offenbar eine Meinung.

Demzufolge wollte der langjährige Liverpool-Coach diesbezüglich zwar kein generelles Verbot aussprechen, die Visiten der Angehörigen sollen sich unter seiner Regie aber in Grenzen halten.

Trotz der angeblich etwas engeren Daumenschrauben kommt der Übungsleiter aber vor allem bei seinen komplett neuen Schützlingen direkt gut an.

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"Ey, das ist ja ein Mega-Typ, mit dem habe ich Bock zu arbeiten", sagte etwa der Freiburger Philipp Treu (25) während einer Medienrunde am Dienstag über den 59-Jährigen.

Nur wie genau man Klopp als Spieler nun ansprechen soll, darüber herrscht augenscheinlich noch Uneinigkeit: "Bei mir war es bisher nur Coach oder Trainer, aber ich muss die anderen Jungs vielleicht noch einmal fragen", erklärte Treu.

"Ich weiß es auch noch nicht so richtig", fügte Eintracht-Stürmer Younes Ebnoutalib (23) an. "Am Telefon hab ich zwar Jürgen gesagt, auch wenn ich ihm schreibe, schreibe ich Jürgen, aber ich muss mal die anderen Spieler fragen."

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