Nach Griechenland-Niederlage: Bastian Schweinsteiger fällt hartes Urteil über deutschen Fußball

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Augsburg - Die Niederlage gegen Griechenland tat weh, die Worte von Fußball-Ikone Bastian Schweinsteiger (42) nach dem 0:1 der deutschen Nationalmannschaft noch viel mehr. Der Ex-Star des FC Bayern München redete als ARD-Experte nach Abpfiff in Augsburg Tacheles.

Bastian Schweinsteiger (42, r.) nahm in Sachen Zustand des deutschen Fußballs kein Blatt vor den Mund.
Bastian Schweinsteiger (42, r.) nahm in Sachen Zustand des deutschen Fußballs kein Blatt vor den Mund.  © IMAGO / Fussball-News Saarland

Im Gespräch mit Moderatorin Esther Sedlaczek (40) machte er klar: "Wir sind keine Top-Mannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben nicht diese Spieler mehr, die den Unterschied machen".

Das sieht bei den Griechen schon anders aus, die großes Potenzial in ihren Reihen haben und sich auf tolle Jahre freuen dürfen. Trotz der klaren Worte befand Bastian Schweinsteiger, dass der Weg des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp (59), der korrekte sei.

"Es ist richtig, sich mal alle anzuschauen, die infrage kommen können, um eine Mannschaft zu entwickeln, die den Jürgen-Klopp-Fußball spielen wird. Den werden wir hoffentlich im November sehen. Jetzt ist es reine Testerei", verdeutlichte der Ex-Profi.

Erste Pleite unter Klopp: Griechen dämpfen Euphorie ums DFB-Team
Deutsche Nationalmannschaft Erste Pleite unter Klopp: Griechen dämpfen Euphorie ums DFB-Team

Der Coach selbst weiß, dass er nach der Ära Julian Nagelsmann (39) nicht als Wunderheiler fungieren kann.

"Dass der deutsche Fußball aktuell nicht in der besten Situation aller Zeiten ist und Jürgen Klopp nicht vorbeikommt und einfach kurz mit Handauflegen alle Probleme löst, das wusste ich vorher. Wenn es irgendwer nicht wusste, dann weiß er es jetzt", sagte Klopp selbst nach der Partie.

Bundestrainer Jürgen Klopp stellt sich schützend vor seinen Kader

Bundestrainer Jürgen Klopp (59) stellte sich schützend vor seinen Kader.
Bundestrainer Jürgen Klopp (59) stellte sich schützend vor seinen Kader.  © Sven Hoppe/dpa

In seiner einzigartigen Manier versuchte der Trainer, jeglichen Druck nach der überraschenden Pleite bei seinem Heimdebüt sofort von den Schultern der Spieler zu nehmen.

"Wenn ihr euch auf dem Weg an jemandem auslassen und jemanden kritisieren wollt, macht das mit mir, das meine ich Ernst. Ich habe damals in der ersten Pressekonferenz nur gesagt, meine Familie nicht. Über mich könnt ihr denken, was ihr wollt. Lasst euch an mir aus - und lasst die Jungs in Ruhe, dann können wir wirklich da was machen, dass die Neuen sich entwickeln, die sich jetzt mal kurz gezeigt haben", schickte er auf der Pressekonferenz eine deutliche Ansage in den Augsburger Abend.

"Die Zukunft ist so positiv, wie wir sie uns vorstellen können. Wir gehen da mit allem, was wir haben, ran. Wir werden den Weg weitergehen", machte Jürgen Klopp klar.

Handy weg, Friseur raus: Jürgen Klopp zieht bei der DFB-Elf die Zügel an
Deutsche Nationalmannschaft Handy weg, Friseur raus: Jürgen Klopp zieht bei der DFB-Elf die Zügel an

"Wenn die Euphorie jetzt weg ist, tut mir das leid", entschuldigte er sich zuvor, bei ihm sei das nach seinen ersten zwei Spielen als Bundestrainer aber keineswegs der Fall. "Es gibt für mich jetzt keinen Grund, in Depressionen zu verfallen."

Titelfoto: IMAGO / Fussball-News Saarland

Mehr zum Thema Deutsche Nationalmannschaft: