Porto (Portugal) - Das Jahr ist noch nicht einmal zu einem Drittel rum, doch beim Europa-League-Spiel zwischen dem FC Porto und Nottingham Forest bewarb sich Portos Rechtsverteidiger Martim Fernandes (20) schon jetzt um den Titel "Eigentor des Jahres": Aus 45 Metern traf er ins eigene Tor!
In der elften Minute des Viertelfinal-Hinspiels hatte Porto zum 1:0 getroffen, doch die Führung sollte nicht lange halten.
Nur zwei Minuten später wollte Fernandes unbedrängt zu seinem eigenen Keeper Diogo Costa (26) zurückspielen und verschätzte sich dabei vollkommen. Sein Schuss fast von der Mittellinie aus ging weit an dem herausgekommenen Costa vorbei, der nur noch hinterher hechten, den Einschlag aber nicht mehr verhindern konnte.
Ausgleich für Nottingham nach einem Eigentor aus 45 Metern! Von dem Rückschlag erholte sich Porto nicht mehr richtig, die Partie endete 1:1.
"Wir müssen versuchen, dieses Pech für Martim zu vergessen. Als Team halten wir zusammen", nahm Innenverteidiger Jan Bednarek (29) seinen jungen Teamkollegen nach Abpfiff in Schutz: "Wir sind die Porto-Familie und stehen füreinander ein. Das ist einer der Momente, in denen wir das tun müssen."
FC Porto: Komplett gebrauchter Tag für Martim Fernandes
Ohnehin war es ein völlig gebrauchter Tag für den Portugiesen: Nach seinem Eigentor dauerte es gerade einmal zwei Minuten, bis sich der 20-Jährige derart schwer verletzte, dass er das Spiel nicht beenden konnte, und das ausgerechnet durch ein Foul seines Teamkollegen Gabri Veiga (23) ausgelöst.
Veiga grätschte nämlich Forests Murillo (23) um, der dabei so unglücklich auf Fernandes' Knöchel fiel, dass dieser minutenlang behandelt und schließlich für Alberto Costa (22) ausgewechselt werden musste.
Wie schlimm es um den Verteidiger steht, wusste Porto-Coach Francesco Farioli (37) nach Spielende noch nicht.
"Martim ist ein starker Kerl. Er wird ein MRT machen lassen, und wir werden die Ergebnisse morgen sehen. Hoffentlich muss er nicht viele Tage pausieren, aber er wird beim Spiel gegen Estoril [Ligapartie am Sonntag, Anm. d. Red.] fehlen", machte der Trainer klar.