DFB-Schock: Dzsenifer Marozsán tritt nach 111 Spielen aus Nationalelf zurück!

Lyon - Deutschlands Fußballerin des Jahres 2017, 2018 und 2019 wird nicht mehr für den DFB auflaufen: Am Montag erklärte Dzsenifer Marozsán (30) ihren Rücktritt aus der Frauen-Nationalelf.

Mehr als ein Jahrzehnt lang war sie Deutschlands Nummer zehn: Dzsenifer Marozsán (30) kommt auf 33 Länderspiel-Tore.
Mehr als ein Jahrzehnt lang war sie Deutschlands Nummer zehn: Dzsenifer Marozsán (30) kommt auf 33 Länderspiel-Tore.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sie war über Jahre das Gesicht des deutschen Frauenfußballs. Doch zuletzt wurde es ruhiger um Dzsenifer Marozsán und das hatte einen Grund: Im April vergangenen Jahres zog sich die Spielerin von Olympique Lyon einen Kreuzbandriss zu.

Die bittere Diagnose lautete mindestens ein halbes Jahr Pause und sie konnte nicht an der Europameisterschaft in England teilnehmen. Und es wird auch keine Endrunde für die langjährige Anführerin der DFB-Frauen dazukommen - am Montag erklärte sie auf der Homepage des DFB ihren Rücktritt.

"Durch meine schwere Knieverletzung im Frühjahr 2022 habe ich gemerkt, dass es sich richtig anfühlt, in der Nationalmannschaft aufzuhören. Die verpasste EM in England war eines von vielen Zeichen."

Plötzlich dreht sie völlig durch: Nationalspielerin schlägt Gegnerin k. o.!
Frauenfußball Plötzlich dreht sie völlig durch: Nationalspielerin schlägt Gegnerin k. o.!

Für die DFB-Frauen ist der Rücktritt ein harter Schlag, noch vor wenigen Wochen hatte man fest mit einer zeitnahen Rückkehr Marozsáns gerechnet.

Doch jetzt zog die offensive Mittelfeldspielerin aufgrund der Einschätzung, dass "das Knie nicht mehr das alte" sei, einen Schlussstrich. 2010 hatte Marozsán in der Nationalelf debütiert.

Bei ihren 111 Länderspielen soll es dennoch nicht bleiben: Am 11. April wird sie im Rahmen des Länderspiels gegen Brasilien in Nürnberg (18 Uhr, live in der ARD) ihr letztes Spiel im Dress mit dem Adler bestreiten.

Mit dann 112 Einsätzen stünde sie auf Platz 18 der Rekordspielerinnen.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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