Spakenburg (Niederlande) - Diese Bilder sind nichts für schwache Nerven! Beim Spiel der niederländischen dritten Liga zwischen den IJsselmeervogels und GVVV brach in der Halbzeit eine brutale Schlägerei aus. Gäste-Co-Trainer Jhon van Beukering (42) brannten dabei offenbar alle Sicherungen durch. Inzwischen hat sein Verein reagiert.
Wie "NU.nl" berichtet, schlug der GVVV-Coach am Samstag beim Gang in die Kabine auf Gegenspieler Quiermo Dumay (25) ein. Dem Rechtsverteidiger gingen bei der Attacke sieben Zähne zu Bruch.
Demzufolge ging der 25-Jährige zunächst bewusstlos zu Boden und wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht, wo er mit fünf Stichen genäht wurde.
Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:0 für die Gäste aus Veenendaal, allerdings verweigerten die Kicker der Hausherren nach der Gewalttat das Weiterspielen. Der Schiedsrichter brach die Partie schließlich ab.
"Er hat wie ein Straßenkämpfer um sich geschlagen", beschrieb IJsselmeervogels-Trainer Willem Leushuis (74) die Szene gegenüber "RTV Utrecht". "Es ist verständlich, dass meine Spieler nicht weiterspielen wollten. Es war sehr beängstigend."
Später reagierte auch GVVV und suspendierte Ex-Profi Jhon van Beukering sowie seinen Bruder Dennis, den Cheftrainer des Teams. "Gewalt hat in unserem Verein und den Werten, für die GVVV steht, absolut keinen Platz", hieß es in einer Mitteilung.
Jhon van Beukering weist die Schuld von sich
Während auch der niederländische Fußballverband KNVB den Vorfall untersuchen möchte und Dumay inzwischen Anzeige bei der Polizei erstattet hat, wies van Beukering zumindest die Alleinschuld für die Prügelei von sich.
"Die wahren Fans kennen die Geschichte. Es ist in Ordnung, wenn GVVV uns rauswirft, aber eines sollte klar sein: Wir führten zur Halbzeit 2:0 und wurden dann von einem Teammanager und mehreren Spielern von IJsselmeervogels angegriffen, die unsere Spieler und Mitarbeiter schubsten und schlugen", schrieb der 42-Jährige auf Instagram.
Vor Ort musste die Polizei bereits eingreifen und für eine sichere Abfahrt des Mannschaftsbusses der Gäste sorgen. Festnahmen gab es zunächst aber nicht.
Kurz darauf kursierten Aufnahmen, die das blutüberströmte Gesicht von Dumay zeigen, im Netz. "Wir bedauern zutiefst, dass Spieler, Mitarbeiter, Freiwillige und Fans beider Vereine mit diesen Ereignissen konfrontiert wurden", schrieb GVVV in der Stellungnahme.