Frust-Flucht nach Mailand: Ex-BVB-Star Aubameyang bei Chelsea vor dem Aus?

London/Mailand - Italien-Urlaub gegen den Frust? Am Freitag wurde Pierre-Emerick Aubameyang (33) aus dem Champions-League-Kader des FC Chelsea gestrichen, auch beim 0:0 gegen den FC Fulham am Abend stand er nicht auf dem Spielerbogen. Das musste der ehemalige BVB-Knipser offenbar mit einem Trip nach Mailand verarbeiten.

Pierre-Emerick Aubameyang (33, l.) wechselte erst im Sommer von Barcelona nach London.
Pierre-Emerick Aubameyang (33, l.) wechselte erst im Sommer von Barcelona nach London.  © John Walton/PA Wire/dpa

Statt des 33-jährigen Angreifers nominierte "Blues"-Coach Graham Potter (47) die drei Neuzugänge Mykhailo Mudryk (22), João Félix (23) sowie Enzo Fernández (22) für die restliche Königsklassen-Saison.

Laut der britischen Tageszeitung The Telegraph zeigte sich der frühere Bundesliga-Star "schockiert und enttäuscht" von der Entscheidung gegen ihn - und gönnte sich in der Folge eine Auszeit.

Sein Bruder Willy (35) postete auf Instagram ein Foto von sich, seinen Kindern und dem Chelsea-Profi vor dem Mailänder Dom. Dazu schrieb er: "My Family".

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Ob die Westlondoner den Ausflug genehmigt haben, ist bislang nicht bekannt.

Auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Fulham erklärte Potter noch, dass Aubameyang die Nicht-Berücksichtigung eigentlich gut verkraftet hätte.

"Er hat überhaupt nichts falsch gemacht. Ich trage die Verantwortung dafür, dem Spieler diese Entscheidungen so gut wie möglich zu vermitteln. Er hat es sehr gut gemacht, er hat heute fantastisch trainiert", so der 47-jährige Übungsleiter.

Foto von Willy Aubameyang auf Instagram

Pierre-Emerick Aubameyang geriet beim FC Chelsea aufs Abstellgleis

Die Anzeichen auf einen Abschied von Pierre-Emerick Aubameyang (33) im kommenden Sommer verdichten sich.
Die Anzeichen auf einen Abschied von Pierre-Emerick Aubameyang (33) im kommenden Sommer verdichten sich.  © ALBERTO PIZZOLI / AFP

Der Ex-Borusse war erst im Winter 2022 nach vier Jahren beim FC Arsenal zum FC Barcelona gewechselt.

Für die Katalanen überzeugte er mit 13 Treffern in 24 Einsätzen, dennoch entschied er sich schon im Sommer für eine Rückkehr auf die Insel.

Beim kriselnden Premier-League-Spitzenklub fand "Auba" aber noch überhaupt nicht in die Spur. In 18 Pflichtspielen gelangen ihm erst drei Tore, häufig muss sich der Goalgetter zudem mit einem Bankplatz und der Rolle als Einwechsler begnügen.

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Vor allem der Trainerwechsel im September dürfte dem pfeilschnellen Stürmer nicht geschmeckt haben. Denn mit Potter-Vorgänger Thomas Tuchel (49) hatte er schon in Dortmund erfolgreich zusammengearbeitet.

Darüber hinaus verschärfte der Chelsea-Kaufrausch im Januar die Konkurrenzsituation in der Offensive.

Titelfoto: John Walton/PA Wire/dpa

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